Bei bestem sommerlichen Wetter kam es am letzten Spieltag der Kreisliga A im prestigeträchtigen Derby zum Showdown. Vor rund 600 Zuschauerinnen und Zuschauern kämpften beide Teams aus dem Gäu – die punktgleich waren – um den entscheidenden Relegationsplatz. Die Partie begann zunächst verhalten und beiden Teams war die Anspannung anzumerken. Deufringen zeigte in der 11. Minute das erste Lebenszeichen, zirkulierte den Ball zunehmend besser und zeigte sich Ball-dominant. Aidlingen hingegen agierte recht passiv und spekulierte auf Fehler seitens Deufringen. In der 22. Minute musste FSV-Keeper Finn Obenaus das erste Mal eine Chance parieren, Aidlingen wurde gegen Ende der ersten Halbzeit zunehmend ballsicherer und stärker. Kurz vor der Halbzeit brachte der Aidlinger Leon Weinbrenner den SVA mit einem Schuss aus 16 Metern zur 0:1-Pausenführung.
Nach der Halbzeit zeigte sich ein etwas anderes Bild: Deufringen zeigte sich passiv, Aidlingen trat selbstbewusster auf und kreierte die ein oder andere Chance, die letztlich Keeper Finn Obenaus parierte. Aidlingen vergab weitere Großchancen zur Erhöhung des Ergebnisses. Im letzten Drittel der Partie drückte für die FSV'ler allmählich die Zeit und sie pressten nun stark nach vorne. Verteidiger Robin Gammerdinger vergab in der 79. Minute den vermeintlichen Ausgleich, als er alleinstehend vor dem Aidlinger Keeper übers Tor schoss. Es folgten weitere Standards für den FSV, die jedoch nicht zum Ausgleich führten, da Aidlingen kompakt stand und die Bälle solide verteidigte. In der 89. Minute parierte der Aidlinger Keeper Chris Dabbert erneut, brachte den Ball schnell ins Spiel und Aidlingen kam zum Konter. Berat Cakir veredelte den Konter zum 0:2. Mit dem entscheidenden Treffer entwickelte sich der Unmut und Aidlingen musste in der Nachspielzeit eine Gelb-Rote Karte hinnehmen, Deufringen sogar eine glatt Rote Karte. Schlussendlich ging die SpVgg Aidlingen in einer fairen und weitestgehend ausgeglichenen Partie als Sieger vom Platz, da sie in den entscheidenden Situationen abgezockter und effizienter agierten.
Für den FSV Deufringen spielten: Finn Obenaus, Robin Gammerdinger, Jens Kschischek, Timo Kschischek, Jannik Zweigart, Thilo Gerke, Mick Mertens, Oliver Ries, Timo Senne, Ephraim Mambulu, Julian Bork, Omar Manneh, David Kimmerle, Robin Stürner, Abdul Usta.
Für den SVA spielten: Chris Dabbert, Johannes Rott, Christian Frey, Micha Beck, Leon Weinbrenner, Ti Oehler, Nico Wintter, Philipp Musch, Peter Steimle, Robin Luithle, Ömer Bozkurt, Berat Cakir, Philipp Roll, Rouven Ludwig und Johannes Beck. // gh


