
Das Bündnis Demokratie für Gaggenau lädt zu einer Führung auf dem Jüdischen Friedhof Kuppenheim ein, am Sonntag, 22. März , 14 Uhr.
In Kuppenheim befindet sich der erstmals 1694 urkundlich erwähnte jüdische Bezirksfriedhof für Mittelbaden. Der Friedhof wurde während des Reichspogroms 1938 insbesondere von SA-Schergen aus Gaggenau verwüstet, etwa 100 Grabplatten wurden zertrümmert. Erkennbar sind aktuell rund 1.000 Gräber für Erwachsene und 45 Gräber für Kinder. Der jüdische Friedhof ist ein hervorragendes kulturelles und religiöses Zeugnis für sie über Jahrhunderte in Mittelbaden lebenden Juden. Juden aus Hörden wurden auf dem Verbandsfriedhof Kuppenheim beigesetzt. 75 Grabsteine von erwachsenen Juden aus Hörden und drei Kindergräber sind erhalten.
Heinz Wolf vom AK Stolpersteine Kuppenheim und Mitglied des Bündnisses Demokratie für Gaggenau führt die Teilnehmer etwa eineinhalb Stunden über den Friedhof und erläutert dabei die Begräbnissitten der Israeliten und zeigt die Besonderheiten der Grabsteine und Inschriften. Männliche Besucher werden gebeten, eine Kippa oder eine andere Kopfbedeckung mitzubringen. Empfohlen: warme Kleidung und robustes Schuhwerk. Der Friedhof befindet sich oberhalb des Schützenhauses in der Stadtwaldstraße 120 (für den Navi).
Die Führung ist kostenlos und findet auch bei Regen statt. Spenden, um Kosten für die Legung weiterer Stolpersteine zu begleichen, sind willkommen. Anmeldungen per E-Mail an heinz.wolf@web.de, Infos: www.juedisches-kuppenheim.de
