
Mit einer kleinen Festveranstaltung in der Aula des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums (CFG)b wurde der Abschluss der Sanierungsmaßnahmen am 26. Februar offiziell begangen.
Oberbürgermeister Marcus Zeitler beschrieb den langwierigen Umbau in seiner Ansprache als beinahe eine „Never ending Story“. Er erinnerte daran, dass bei seinem ersten Rundgang im Jahr 2019 schon deutlich wurde, wie viel Nachholbedarf bestand. Aus dieser Bestandsaufnahme heraus sei dann die Entscheidung gefallen, die Sanierung direkt im Bestand vorzunehmen, also bei laufendem Schulbetrieb. Entgegen seiner anfänglichen Befürchtungen ist es gelungen, das Gebäude über einen Zeitraum von sechs Jahren zu modernisieren und zu erhalten, ohne den Schulbetrieb aussetzen zu müssen. Für das Projekt wurden im Zeitraum vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2025 insgesamt 8,7 Millionen Euro aufgewendet. Für das Jahr 2026 sind zusätzlich weitere 500.000 Euro eingeplant, um noch letzte Arbeiten oder Nachbesserungen abzudecken.
„Wo sonst ließe sich Geld besser anlegen als in die Bildung unserer Kinder, Schüler und Jugendlichen?“, fragte Zeitler und unterstrich damit die Priorität, die er diesem Bereich beimisst. Er kündigte an, dass man diesen eingeschlagenen Kurs auch künftig konsequent fortsetzen werde. Die umfassende Modernisierung des CFG‑Gymnasiums im Bestandsgebäude sieht er dabei als ein vorbildliches Modellprojekt: eine Blaupause, an der sich weitere Vorhaben orientieren und die künftige Sanierung und Ausstattung anderer Schulen ausrichten können, so Zeitler.
Wenn der Satz: “Was lange währt, wird endlich gut” eine Berechtigung hat, trifft das für das modernisierte CFG besonders zu. Die Architektin Monika Drum fasste wie folgt zusammen: “Wir haben diesen Altbau einmal auf links gedreht. Wir haben alles erneuert, was man sich vorstellen kann, angefangen mit allen Fenstern und Jalousien, die getauscht wurden. Wir haben eine neue Hauptstromverteilung installiert und Photovoltaik auf dem Dach,” so die Architektin. Alle Decken im Gebäude wurden erneuert, alles neu verkabelt und neue Kabeltrassen gelegt. Neue Böden wurden verlegt und die Aula komplett umgestaltet.
Dass die Investition sich gelohnt hat, bewiesen die Auftritte der CFG-Bigband und die Soloeinlage von Rosalie Bartolles: Die Band überzeugte mit schwungvollen, professionellen Darbietungen, und die junge Rosalie überraschte das Publikum mit einer erstaunlich reifen Soul-Stimme, die weit über ihr Alter hinauswirkte. Mit Herz, technischem Können und sichtbarer Begeisterung präsentierten die Musikerinnen und Musiker, was in ihnen steckt, und ernteten dafür verdienten Beifall. Ebenfalls beeindruckend sind die SpongeBots: Die Roboter-Tüftler des CFG zeigen in der First Lego League auf regionaler wie internationaler Ebene, was kreative Robotik leisten kann. Damit machten sie deutlich, dass in Hockenheim nicht nur Motoren ihre Runden drehen, sondern auch kluge Köpfe an zukunftsweisenden Projekten arbeiten.
Bei der Begleitung der Sanierungsarbeiten fiel Monika Drum auf, dass viele Schülerinnen und Schüler bereits vor 7.00 Uhr vor der Schule standen und auf das Aufschließen warteten, während andere noch gegen 18.00 Uhr im Gebäude verweilten und in den Ruhezonen vertieft miteinander im Gespräch waren. Tatsächlich verbreitet das nach dem Umbau entstandene Gebäude eine so angenehme, einladende Stimmung, dass es für einige zu einer Art zweiten Zuhause geworden ist. Helle, freundliche Räume, bequeme Rückzugsbereiche und die neue Ausstattung laden offenbar zum Bleiben und Zusammensein ein und haben den Tagesablauf mancher Lernenden spürbar verändert. (GK)


