Was ist denn der Glaube? Er ist ein Rechnen mit der Erfüllung dessen, worauf man hofft, ein Überzeugtsein von der Wirklichkeit unsichtbarer Dinge. Weil unsere Vorfahren diesen Glauben hatten, stellt Gott ihnen in der Schrift ein gutes Zeugnis aus.
Hebräer 11,1-2
Ist Glaube das Gleiche wie Gutgläubigkeit – einfach hoffen, dass schon irgendwas dahintersteckt? Viele Menschen denken das. Verständlich. Denn blinder Glaube wäre wirklich keine gute Grundlage für irgendetwas. Der Hebräerbrief beschreibt den Glauben sehr abstrakt als „ein Überzeugtsein von der Wirklichkeit unsichtbarer Dinge“. Das griechische Wort dahinter, elenchos, bedeutet aber auch Beweis oder Beweisführung. Glaube ist in diesem Sinn also kein Gefühl und kein Wunschdenken – sondern ein begründetes Vertrauen.
Und genau das macht der folgende Satz konkret: Dieser Glaube war nicht Privatsache einzelner Enthusiasten. Das weitere ganze 11. Kapitel des Hebräerbriefs zählt über 30 namentlich bekannte Menschen auf – Abel, Noah, Abraham, Rahab und viele andere – die in ganz verschiedenen Jahrhunderten und Kulturen lebten und doch alle dasselbe bezeugten: dass Gott sich als zuverlässig erwiesen hat. Nicht eine einzige Stimme, sondern eine über Jahrtausende dokumentierte Kette von Glaubenserfahrungen.
So funktioniert Vertrauen übrigens immer: Wir glauben vieles, was wir selbst nicht erlebt haben – weil viele unabhängige, glaubwürdige Zeugen es bestätigen.
Wenn dieses Zeugnis stimmt dann ist auch das Gebet kein frommer Selbstbetrug. Dann ist es ein Gespräch mit jemandem, der tatsächlich zuhört. Das kann man einfach versuchen – wie wenn man jemandem zum ersten Mal schreibt, ohne zu wissen, wie die Antwort ausfällt. Probieren Sie es doch einfach mal aus!
08:00 Uhr | Gebet mit der Bibel
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19:00 Uhr | Gebet für Remseck
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