Am vergangenen Samstag fand sich im Schalmeienheim eine illustre Gesellschaft geladener Gäste ein, die man als neutraler Beobachter auch als kleines „Who is who“ der badisch-pfälzischen Fasenacht hätte beschreiben können. Narhalla-Präsident Harald Weis hatte zu seinem 60. Geburtstag Freunde, Familie und Wegbegleiter eingeladen. Entsprechend der zahlreichen Aktivitäten des Jubilars fanden sich unter den Gästen u. a. viele Elferräte der Narhalla und seine Kollegen aus dem Präsidium der Vereinigung badisch-pfälzischer Karnevalvereine. Groß war die Überraschung, insbesondere beim Jubilar, als scheinbar Udo Lindenberg singend den Saal betrat. Er entpuppte sich als Trommlerpreisträger 2020 Gerd Brömser, der, vom Geburtstagskind unbemerkt, von seiner Frau Kirsten engagiert wurde und das Publikum mit einem kleinen Vortrag erheiterte.
Im weiteren Verlauf des Abends gab es noch mehr solcher Überraschungen.
So folgte als nächstes Andreas Franz, Trommlerpreisträger 2017, allerdings nicht in seiner Leibrolle als Hofnarr, sondern als Generalfeldmarschall, der den ein oder anderen Gast strammstehen und marschieren ließ. Anschließend holte Sänger Tim Steinel das Publikum auf die Beine und die Tanzfläche. Das Männerballett der Narhalla wiederum hatte für ihr Mitglied Harald einen eigenen Tanz einstudiert und führte diesen unter den Jubelrufen des Publikums vor. Mit diesem bunten Programm verging der Abend wie im Flug. Es war eine Feier, wie sie dem Präsidenten einer Karnevalsgesellschaft mehr als würdig war!
Lieber
Harald, deine Narhalla lässt es sich an dieser Stelle nicht nehmen. Dir erneut zu gratulieren und sich für den schönen Abend zu bedanken!
Doch wie so oft liegen Freud und Leid nahe beieinander und so ereilte uns die Nachricht vom Versterben
Er führte als Prinz Philipp XXIX. die Narhalla durch die Kampagne 1977 als erster „Huttemer Hersch“. Seine Kampagne war reich an lokalen Ereignissen, die Anlass für karnevalistischen Spott boten: So zierte den Jahresorden die „Schnookeflittspritz“, als närrische Hommage an den Beginn der Schnakenbekämpfung. Außerdem war just in diesem Jahr die Festhalle geschlossen, sodass seine Inthronisierung nach Huttenheim verlegt wurde. Mit Tony Marshall als Trommlerpreisträger kam zudem eine bereits damals große Berühmtheit nach Philippsburg. Noch lange nach seiner Kampagne war er in der Narhalla als Elferrat aktiv.
Wir grüßen ihn mit einem letzten, leisen A-Jau und werden uns stets gerne seiner Verdienste um unsere Gesellschaft erinnern. Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen.
AAP


