Stadt lädt am 11. Januar auf die Waldheide ein
Zum Gedenken an den Atomraketen-Unfall vor 41 Jahren auf der Waldheide lädt die Stadt Heilbronn am Sonntag, 11. Januar, um 14 Uhr an den Gedenkstein auf dem Waldheide-Areal ein. Oberbürgermeister Harry Mergel hält eine Ansprache, Vertreter der US-Army sowie Veteranen sind vor Ort. Gemeinsam legen sie einen Kranz nieder.
Am 11. Januar 1985 war bei einer Übung auf dem damaligen US-Militärgelände der Motor einer Pershing-Rakete in Flammen aufgegangen. Drei US-Soldaten kamen dabei ums Leben.
Der Unfall rüttelte die Heilbronner Bevölkerung auf. Mit dieser Nachricht war die Gewissheit da, dass auf dem „Fort Redleg“ genannten US-Stützpunkt definitiv Atomraketen lagerten. Es formierte sich ein breiter Bürgerprotest, der im „Marsch der Zehntausend“ zum US-Militärstandort gipfelte. Auch der Heilbronner Gemeinderat forderte einstimmig, die Atomraketen von der Waldheide abzuziehen.
1988 begann die US-Armee nach Abrüstungsverhandlungen mit dem Abtransport der ersten Atomraketen. Nach dem Abzug des US-Militärs 1990 aus Heilbronn kaufte die Stadt das Waldheide-Areal vom Bund und wandelte es ein Naherholungsgebiet um.