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//Geflüchtete beziehen Wohnanlage in Calmbach//

Neue Heimat auf Zeit Nach längerer Verzögerung beginnt nun der Einzug in die Containerwohnanlage für Geflüchtete im Calmbacher Gewerbegebiet Beermiß....
Im Calmbacher Beermiß sind die ersten Geflüchteten angekommen – die Wohncontainer dienen als Übergangslösung.
Im Calmbacher Beermiß sind die ersten Geflüchteten angekommen – die Wohncontainer dienen als Übergangslösung.Foto: Maren Moster (Archiv)

Neue Heimat auf Zeit

Nach längerer Verzögerung beginnt nun der Einzug in die Containerwohnanlage für Geflüchtete im Calmbacher Gewerbegebiet Beermiß. Am Mittwoch zogen die ersten sechs Menschen dort ein. In der darauffolgenden Woche folgen weitere 21, danach wird die Anlage schrittweise weiter belegt. Insgesamt können bis zu 100 Personen untergebracht werden. Untergebracht werden sowohl Familien als auch Einzelpersonen. Der gestaffelte Einzug soll helfen, den Start in der neuen Umgebung zu erleichtern.

Container als Übergangslösung

Die neue Unterkunft besteht aus 96 Wohncontainern, verteilt auf zwei zweigeschossige Riegel in L-Form. Jeder Container bietet zwölf Quadratmeter Fläche und ist für zwei Personen ausgelegt. Familien erhalten bei Bedarf mehrere verbundene Einheiten. Ergänzend stehen Sanitär- und Küchenmodule sowie Gemeinschaftsräume zur Verfügung.

Die ursprünglich für Anfang des Jahres geplante Eröffnung hatte sich mehrfach verschoben – unter anderem, weil technische Bauteile für Strom- und Wasserversorgung nicht rechtzeitig geliefert wurden. Trotz sinkender Flüchtlingszahlen im Landkreis Calw wird die Unterkunft benötigt, da andere Standorte, etwa in Nagold oder auf dem Calwer Wimberg, nicht mehr zur Verfügung stehen.

Landkreis sorgt für Betreuung und Sicherheit

Verantwortlich für Betrieb und Betreuung ist der Landkreis Calw. Vor Ort sind eine Unterkunftsleitung, Sozialarbeiter, ein Hausmeister sowie ein Sicherheitsdienst im Einsatz. Tagsüber ist dieser dauerhaft präsent, nachts besteht eine Rufbereitschaft.

Die Nutzung der Anlage ist baurechtlich temporär begrenzt. Der Landkreis hat zunächst eine Mietdauer von vier Jahren vereinbart. Anschließend soll gemeinsam mit der Stadt Bad Wildbad über die weitere Nutzung entschieden werden. (mm)

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