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Dies und das

Gelungene Premiere in der Trinkhalle

Bad Wildbad heißt seine Neubürger willkommen Ob in der Kernstadt, in Calmbach oder oben auf den Höhen wie in Aichelberg, Hünerberg und Meistern –...
Schwungvoller Auftakt und geballte Rathaus-Kompetenz: Während Stadtmusikdirektor Martin Koch (rechts) musikalisch den Ton angibt, bereiten sich das Team der Stadtverwaltung und Ursula Jahn-Zöhrens (2. v. r.) auf die Begrüßung vor.Foto: Maren Moster

Bad Wildbad heißt seine Neubürger willkommen

Ob in der Kernstadt, in Calmbach oder oben auf den Höhen wie in Aichelberg, Hünerberg und Meistern – Bad Wildbad wächst und zieht Menschen an. Um all jene gebührend zu begrüßen, die seit 2024 hier ein neues Zuhause gefunden haben, lud die Stadt am Samstag zu einer echten Premiere: Erstmals fand in der Trinkhalle eine offizielle Neubürgerveranstaltung statt. Bei bestem Sommerwetter und guter Laune füllten sich die Stuhlreihen. Stadtmusikdirektor Martin Koch sorgte gleich zu Beginn mit einem schwungvollen Musikstück dafür, dass das Eis brach und die ersten freudigen Gesichter im Saal strahlten.

Volles Haus, volles Programm und ein Chef im Krankenbett

Da Bürgermeister Marco Gauger kurzfristig erkrankt passen musste, übernahm seine erste Stellvertreterin Ursula Jahn-Zöhrens das Mikrofon. Nach einer herzlichen Entschuldigung für den Rathauschef nutzte sie die Gunst der Stunde, um den Neu-Wildbadern gleich ein paar wichtige „Gesichter“ der Stadt vorzustellen.

Einmal den Blick von links nach rechts schweifen lassen, und schon waren Claudia Ollenhauer vom Seniorenrat Oberes Enztal und der Initiative „Sorgende Gemeinschaft“, die Stadträte Jochen Borg und Wolfgang Treiber sowie Helmut Bürkle vom Förderverein Trinkhalle im Bilde. Sogar der Mann, der in der Stadt auf dem Geldbeutel sitzt – Kämmerer Heiko Friedrich – war mit von der Partie. Danach übergab Jahn-Zöhrens das Wort an Timea von Kraus (Stadtmarketing), die durch das bunte Programm des Nachmittags führte.

Werbetrommel für die Kommunalpolitik und der Klick zum Bürgerservice

Nach einem knackigen Imagefilm, der Bad Wildbad als perfekte Symbiose aus moderner Lebensqualität, starker Wirtschaft und idyllischer Natur präsentierte, ging es ans Eingemachte: Wie funktioniert eigentlich mein neues Zuhause? Timea von Kraus nahm die Gäste mit auf eine digitale Entdeckungstour über die städtische Website. Ob es um den „Wildbad Report“ mit seinen modernen QR-Codes geht oder um den heißen Tipp, Termine im Bürgerservice bitte nur noch vorab online zu buchen – die Infos stimmten. Und wer wissen will, was im Gemeinderat ausgeheckt wird, der sollte sich das digitale Bürgerinformationsportal merken. Nicole Bauer, im Rathaus zuständig für das Beschwerdemanagement und die Geschäftsstelle des Gemeinderats, rührte kräftig die Werbetrommel für die Kommunalpolitik. Sie lud alle Anwesenden herzlich ein, bei den öffentlichen Sitzungen dienstags (meistens um 18 Uhr) vorbeizuschauen. „Bitte scheuen Sie sich nicht, mich bei Sorgen oder auch bei guten Ideen direkt zu kontaktieren“, betonte Bauer gut gelaunt.

Ein fischereitauglicher Bürgerservice und der Geschmack des Südens

Dass der Bürgerservice die absolute Top-Anlaufstelle für alle Zugezogenen ist, bewies Teamleiterin Dela Boht. Gemeinsam mit ihren Kollegen regelt sie nicht nur den klassischen „Papierkram“ wie An- und Ummeldungen oder Pässe. Dank eines neuen „Self-ID-Geräts“ im Rathaus kann man biometrische Fotos jetzt sogar direkt vor Ort schießen – der Gang zum Fotografen fällt flach. Und wer hätte es gedacht: Sogar der Fischereischein oder komplizierte Einbürgerungsanträge werden hier kundenfreundlich bearbeitet, sodass niemand extra den Weg nach Calw auf sich nehmen muss.

Ein ganz anderes, globales Thema brachte anschließend Reinhard Kafka auf die Bühne. Seit rund zwei Jahren darf sich Bad Wildbad stolz „Fairtrade Town“ nennen. Kafka warb leidenschaftlich für den fairen Handel und erinnerte daran, dass das Herzstück der Bewegung – der rein ehrenamtlich geführte Weltladen in der Wilhelmstraße – bereits seit stolzen 30 Jahren im Städtle aktiv ist. Passend dazu gab es für die Neubürger faire Schokolade zum Naschen.

Eine Stadt, die verbindet: Vereine, Feste und beste Aussichten

Zum Abschluss der Präsentation gab es noch einmal harte Fakten und jede Menge Freizeittipps. Mit ihren stolzen 10.883 Einwohnern, verteilt auf 105 Quadratkilometer von Calmbach mit seinem Heimat- und Flößermuseum bis zu den Höhen von Aichelberg, Hünerberg und Meistern, hat die Stadt einiges zu bieten. Über die S-Bahn-Linie S6 ist man ruckzuck in Karlsruhe oder Stuttgart, doch wegzufahren gibt es eigentlich keinen Grund. Über 80 Vereine buhlen in Bad Wildbad um Mitglieder – bequem filterbar über das digitale Vereinsregister. Wer immer up to date bleiben will, dem wurde der seit Januar existierende WhatsApp-Kanal der Stadt wärmstens ans Herz gelegt. Nach den offiziellen Reden war aber noch lange nicht Schluss: Bei einem entspannten Austausch face-to-face an den Stehtischen knüpften die neuen Bürger erste Kontakte, bevor es viele von ihnen hinaus in den Samstag zog. Immerhin warteten vor der Tür direkt das zweite Wildbader „Mischwald-Festival“, der Flohmarkt im Kurpark und der Tag der offenen Tür der Feuerwehr in Calmbach. Ein perfekter Einstand im neuen Leben … (mm)

Erscheinung
exklusiv online
von Redaktion NUSSBAUMRedaktion NUSSBAUM
15.06.2026
Orte
Bad Wildbad
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Dies und das
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