
Die meisten Zeitgenossen unserer Republik haben zu Beginn des neuen Jahres gute und vielversprechende Vorsätze. Oft fehlt es allerdings an der Umsetzung dieses Vorhabens. Die Realisierung über einen längeren Zeitraum lässt bei vielen Mitbürgern auch relativ schnell nach. Konsequent diesbezüglich sind die Ü60/70-Fußballsenioren des TV Flein. Das im Jahr 2008 von Alfred Kulka, Eberhard Seiz und Claus Meier gestartete Projekt geht nun ins 18. Jahr dieser Aktivität. Zum ersten Trainingsspiel im neuen Jahr auf dem Fleiner Kunstrasen kamen morgens um 9.30 Uhr 26 bewegungshungrige und gut gelaunte Seniorenfußballer, die auch im gesetzten Alter noch ihrer Neigung nachgehen wollen. Bei einer Temperatur um den Gefrierpunkt ging Spielleiter Alfred Kulka nach einem neuen Modus zur Bildung der beiden Mannschaften vor. Der Zufall sollte über die Teambildung entscheiden. Ulrich Kämmerling aus Gschwend, der im Nationalteam der deutschen Ü70-Nationalmannschaft aktiv ist, schloss sich auch der inzwischen überregional bekannten Fleiner Ü60/70-Trainingsgemeinschaft an. Kommissar Zufall hatte allerdings keine glückliche Hand bei der Bildung der beiden Mannschaften. Es ergab sich die Tatsache, dass die 13 Spieler in Orange der Truppe in Grün in allen Bereichen überlegen waren und am Ende nach 90 Minuten verdient mit 8:1 als Sieger den Platz verließen. Zum ersten Mal spielten wir aufgrund der großen Anzahl der Teilnehmer über den gesamten Platz, was auch ungewohnt war. Der international erprobte Ulrich Kämmerling lobte beim anschließenden Gespräch in der Kabine die angenehme, freundschaftliche, sportliche und faire Atmosphäre der Akteure auf dem Platz und in der Umkleidekabine. Thomas Straub brachte zum Jahresbeginn 30 neue Überziehtrikots mit. Ihm gebührt unser Dank. Ebenso dem Spender Rudolf Bertsch, der seit Jahren für frische Brezeln nach dem Spiel sorgt. Die Getränke bezahlten Reiner Strack und Talip Kizilbuga, geliefert wurden sie wie immer von Markus Proksch. Durch diese sozialen Dienste ist es nach dem Trainingsspiel in der Umkleidekabine so kameradschaftlich, dass es zuweilen beim einen oder anderen etwas später für die Heimfahrt wurde.
Alfred Kulka