Die neue Osterkerze 2026 (gestaltet von Ute Fröscher) zeigt dieses Jahr den Baum des Lebens.
Das Lebensbaum-Motiv ist uralt. Bäume fördern und schützen in vielerlei Hinsicht das Leben.
Das Alte Testament beschreibt den Lebensbaum an verschiedenen Stellen.
Schon im Garten Eden erscheint der Lebensbaum:
„Und der Herr, Gott, ließ aus dem Erdboden allerlei Bäume wachsen, begehrenswert anzusehen und gut zu essen, und den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse“ (Gen 2,9)
Neben dem verlockenden Baum der Erkenntnis von Gut und Böse steht also auch ein Baum des Lebens. Auch seine Früchte sind verlockend. Anders als die Früchte der Erkenntnis oder der Neugier oder überhaupt Gier spenden die Früchte des Lebensbaums ewiges Leben.
Der Lebensbaum steht für Fehler, Irrtümer, Sackgassen und für lebenslanges Lernen und Reifen. Wer dies erkennt und daraus seine Lehre zieht, sammelt Weisheit.
Der Lebensbaum gibt Schutz und neue Kraft, wenn wir scheitern und im Stich gelassen werden. Er ist aber auch ein Baum der Erkenntnis.
Eine goldene, menschliche Gestalt steht auf unserer Osterkerze vor dem Lebensbaum. Ist es Jesus Christus? Jesus, der am Baum des Kreuzes gestorben ist, Jesus, der aber wie ein Baum im Frühling wieder zum Leben erwacht ist – und der auch uns mit in seine Auferstehung hineinnehmen will.
Die Kirche lädt zum Verweilen und Betrachten der Kerze ein. Sie ist ein Ort der Zuflucht für Menschen, die Stille und Gottesnähe brauchen.
Ute Fröscher