Zur Gemeinderatssitzung am 12.05.2026 konnte Bürgermeister Joachim Kälberer neben den Damen und Herren Gemeinderäten im Bürgersaal des Bürgerzentrums auch einige Zuhörer/innen begrüßen. Weiterhin wurde Architekt Christoph Hüttel sowie die Mitarbeitenden beim GVV Neckartenzlingen Frau Roth und Herr Biesinger willkommen geheißen.
Einwohnerfragestunde
Der einzig anwesende Zuhörer bedauerte, dass nicht nur heute, sondern auch in der Mehrzahl der Gemeinderatssitzungen sich nur sehr wenige Einwohner und Einwohnerinnen für das kommunale Geschehen in der Gemeinde interessieren, obwohl zahlreiche Entscheidungen sie doch direkt betreffen.
Bekanntgaben
Zwar wurde der Panoramarundweg schon vor weit über einem Jahr ausgeschildert, aber erst vor kurzem wurde die Portaltafel fertiggestellt. Vorgesehen ist diese im Rahmen einer kleinen Feier am Freitag, den 22.5.2026 um 17.00 Uhr auf dem Sportgelände „Altdorfer Wasen“ einzuweihen. Weiterhin wurde über die Verbandsversammlung des Gemeindeverwaltungsverbandes Neckartenzlingen vom 29.04.2026 informiert und über die erneute Berichterstattung im Amtsblatt betreffend der Kernzeiten- und Ferienbetreuung.
Erweiterung der Grundschule und Neubau einer Gemeinde und Sporthalle
Auf der Tagesordnung stand die Vergabe weiterer Gewerke betreffend der Gipser- und Trockenbauarbeiten, der Estricharbeiten, der Fliesenplattenarbeiten, der Schreinerarbeiten sowie der Malerarbeiten; alle diese Gewerke mussten EU-weit ausgeschrieben werden. Die jeweiligen Ausschreibungsergebnisse wurden vom Architekten Christoph Hüttel vorgetragen. Nach Beantwortung einzelner Fragen erfolgte ein Zustimmungsbeschluss durch das Gremium. Die Arbeiten für die Prallwände und WC-Trennwände wurde beschränkt ausgeschrieben und basierend auf dem erzielten Ausschreibungsergebnis vergeben. Gemeinderat Christoph-Wenzelburger erkundigte sich nach den Gründen der geringen Anzahl von Angeboten betreffend der Herstellung der Prallwände und des deutlich über der Kostenberechnung liegenden Vergabevorschlages. Architekt Christoph Hüttel teilte mit, dass es nur ganz wenige Anbieter für dieses Gewerk gibt, da die Parallelwände aufgrund ihrer stoßdämpfenden Wirkung kein Alltagsgewerk sind und darüber hinaus auch zertifiziert sein müssen. Sicherlich wirken sich bei diesem Gewerk nicht nur die aktuellen Kriegsgeschehen aus, sondern auch die Sportförderprogramme, welche zu einem vermehrten Sporthallenbau geführt haben. Insgesamt wurden an diesem Abend Aufträge in Höhe von 1.072.763,60 Euro erteilt.
Energiebericht 2026
Erstmals haben die Mitarbeitenden des Gemeindeverwaltungsverbandes Neckartenzlingen einen umfassenden Bericht über die kommunalen Energieverbräuche und -kosten der Gemeinde Altdorf für den Zeitraum 2020 bis 2024 erstellt. Ziel war es, eine belastbare Datengrundlage zu schaffen, die den aktuellen Stand der Strom- und der Wärmeverbräuche, der Treibhausgasemissionen sowie der Kostenentwicklungen beinhaltet sowie Anomalien erkennt und potenzielle Handlungsfelder aufzeigt. Der Bericht ist eine hervorragende Arbeits- und Entscheidungsgrundlage für zukünftige Aufgaben. Auf Basis der vorliegenden Daten kann sich das Gremium nun zeitnah und ohne kostenpflichtige externe Voruntersuchungen einen aussagekräftigen Überblick über den energetischen Zustand der gemeindeeigenen Gebäude und der jährlichen Energiekosten verschaffen. Zudem lassen sich die Wirksamkeit energetischer Maßnahmen – einschließlich des Einsatzes von PV-Anlagen zur Eigenstromnutzung – anhand der Verbrauchs- und Kostendaten der Folgejahre unmittelbar überprüfen. Erfasst wurden sämtliche Gebäude, die sich im Eigentum der Gemeinde Altdorf befinden sowie alle relevanten Verbrauchspositionen in den Bereichen Infrastruktur, Wasserversorgung und Straßenbeleuchtung. Der Energiebericht gliedert sich in Teil A (Verbräuche und Emissionen) und Teil B (Energiekosten) und wurde mittels einer PowerPoint-Präsentation von den beiden Mitarbeitenden des GVV Neckartenzlingen Herrn Biesinger und Frau Roth vorgetragen.
Gemeinderat Christoph Wenzelburger erinnerte an die letzte Strombündelausschreibung, in welcher sich die Mehrheit der Ratsmitglieder auf den Einkauf von ausschließlich ökologisch hergestelltem Strom geeinigt hat; inwieweit sich dies nun in dieser Bilanz positiv niedergeschlagen hat, fragte er an. Dies wurde von der Verbandsmitarbeiterin Frau Roth verneint; es ist zwar erfreulich, dass der Gemeinderat hierauf Wert gelegt hat, aber aufgrund der hiermit verbundenen Vorgaben wirkt sich dies nicht positiv in der hierfür aufzustellenden Bilanz aus.
Gemeinderat Christoph Wenzelburger plädierte, dass dieses Ergebnis des Energieberichtes 2026 nun nicht in der Schublade verschwindet, sondern dass man hieraus Schlüsse zieht und bat in diesem Zusammenhang weiterhin um die Unterstützung der beiden Mitarbeitenden beim GVV-Neckartenzlingen, was auch so zugesagt worden ist.
Gemeinderat Helmut Wick stellte die positive Bilanz im Hinblick auf die vorhandenen PV-Anlagen der Gemeinde heraus und wird weiterhin darauf achten, dass diese Stromgewinnung forciert werden wird; dies gilt auch für die einmal nicht mehr benötigten Solarpaneels auf dem Dach der alten Gemeindehalle.
Etwas enttäuscht von der Berichterstattung war Gemeinderat Severin Becher; zwar wurden die Daten und Fakten minutiös aufgelistet und dargestellt, aber er erwartete auch von den GVV-Mitarbeitenden Handlungsempfehlungen für die Gemeinde Altdorf, was aber nicht der Fall ist.
Sowohl die Mitarbeitenden des GVV-Neckartenzlingen als auch Bürgermeister Kälberer machten deutlich, dass dies nicht die Aufgabenstellung dieses Energieberichtes war. Man wollte vielmehr über einen vierjährigen Erhebungszeitraum sowohl die Strom- als auch die Wärmekosten der öffentlichen Anlagen der Gemeinde Altdorf erheben und darstellen und dies ist durchaus gelungen. Die nächsten Schritte werden hieraus folgen und auf den Erkenntnissen dieses Berichtes basieren; beispielsweise kann die Straßenbeleuchtung noch effizienter betrieben werden oder in der ein oder anderen öffentlichen Einrichtung kann das Nutzerverhalten hinterfragt werden; insoweit ist dieser Bericht eine hervorragende Ausgangsbasis für zukünftige Aufgabenstellungen.
Auch für Gemeinderätin Dr. Clarissa Dreher sind aus diesem Energiebericht einige interessante Anknüpfungspunkte, wie beispielsweise die Sanierung des ein oder anderen öffentlichen Gebäudes erkennbar und insoweit wurde einstimmig zustimmend Kenntnis vom Energiebericht 2026 genommen.
Ausstattung der Kindertagesstätte mit Tablets
Auch in der Kindertagesstätte schreitet die Digitalisierung voran und insoweit war im Haushaltsplan 2026 ein entsprechender Mittelbedarf vorgesehen. Die Verwaltung hatte hierzu Angebote eingeholt. Auf Vorschlag von Gemeinderat Christoph Wenzelburger sprach sich das Gremium einstimmig für die Anschaffung von iPad-Geräten aus und ermächtigte die Verwaltung mit dem Erwerb von fünf Tablets.
Erneuerung der Beschattung in drei Klassenräume der Grundschule Altdorf
In drei Klassenzimmern des Schulgebäudes muss die Beschattung für die Oberlichter erneuert werden. Drei Angebote wurden eingeholt und nach Aussprache im Gremium wurde der Auftrag an die Firma HeiligBauer vergeben.
Bauangelegenheit
Über die Errichtung eines Wohnhauses mit Garage im Baugebiet „Greutlach II“ wurden die Ratsmitglieder informiert und erteilten das kommunale Einvernehmen und stimmten auch den vorhandenen Befreiungstatbeständen zu.