
Stellvertretende Bürgermeisterin Frau Braun begrüßte die erschienenen Gäste zur heutigen Feierlichkeit. Bürgermeister Heim gelobte, die Rechte der Gemeinde gewissenhaft zu wahren und ihr Wohl und das ihrer Einwohner nach Kräften zu fördern. Frau Braun verlas nach Überreichung der Amtskette ihre Rede.
„Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, heute ist ein besonderer Tag – ein Tag, an dem wir nicht nur einen Bürgermeister feiern, sondern auch die Menschen, die unsere Gemeinde mit Herz, Verstand und Tatkraft gestalten. Als stellvertretende Bürgermeisterin, die erst seit geraumer Zeit im Amt ist, empfinde ich heute Dankbarkeit und ein kleines bisschen Aufregung. Es ist mir eine große Ehre, über jemanden zu sprechen, der die Gemeinde Bad Überkingen in den letzten 16 Jahren so nachhaltig geprägt hat.
Matthias Heim ist mehr als nur ein Bürgermeister. Er ist ein Mensch, der unsere Gemeinde lebt, der ihre Sorgen kennt, ihre Chancen erkennt und die Menschen ernst nimmt. Er ist ein Familienvater, dessen Familie ihm den Rücken stärkt und ihn in all seinen Aufgaben unterstützt – ein Rückhalt, der es ihm ermöglicht, sich mit voller Energie für unsere Gemeinde einzusetzen.
Seine Verdienste für die Gemeinde Bad Überkingen sind eng mit einer verlässlichen und konstruktiven Zusammenarbeit verbunden. Unter seiner Leitung entstanden – in enger Abstimmung mit Verwaltung und Gemeinderat – sieben neue Baugebiete, die jungen Familien die Möglichkeit geben, hier ein Zuhause zu finden und Wurzeln zu schlagen. Dabei ging es nie nur um Planung, sondern um konkrete Umsetzung mit dem Ziel, die Gemeinde weiterzuentwickeln und gleichzeitig ihre Identität zu bewahren.
Auch in der Bildung und Betreuung unserer Kinder hat Herr Heim entscheidende Akzente gesetzt. Die Einführung der Ganztagsbetreuung in Kindergärten und Grundschulen sowie die Erweiterung der U3-Betreuung schaffen Rahmenbedingungen, die Familien unterstützen und den jungen Generationen beste Chancen ermöglichen. Gleichzeitig wurden unsere Schulen modernisiert und digital ausgestattet, um Unterricht zukunftsfähig zu gestalten.
Ein herausragendes Thema seiner Amtszeit ist der Hochwasserschutz. Nach dem verheerenden Hochwasser 2013 wurden die notwendigen Maßnahmen mit Weitsicht und Entschlossenheit umgesetzt – vom mobilen Schutzsystem in Hausen bis zur Sicherung von Bachläufen und Verdohlungen. Diese Maßnahmen waren das Ergebnis enger Zusammenarbeit zwischen Bürgermeister, Verwaltung und Gemeinderat und haben Wirkung gezeigt: Während andere Gemeinden erneut betroffen waren, blieb unsere Gemeinde weitgehend verschont. Sicherheit und Lebensqualität hatten dabei stets oberste Priorität.
Auch die strategische Weiterentwicklung der Gemeinde wurde kontinuierlich vorangebracht. Sanierungsgebiete, Feuerwehrhäuser, Straßen und Wege sowie moderne Infrastrukturprojekte sind das Ergebnis langfristiger Planungen und gemeinsamer Entscheidungen. Ein besonderes Augenmerk legt Herr Heim dabei auf das Thermalbad, das er stets mit Weitblick und Verantwortung betreut. Ziel ist es, diesen wichtigen Ort für Freizeit, Gesundheit und Tourismus nachhaltig zu stärken und gleichzeitig die langfristige wirtschaftliche Tragfähigkeit sicherzustellen.
Doch Herr Heim ist nicht nur ein Planer oder Entscheider – er ist vor allem jemand, der zuhört. In den zahlreichen Bürgergesprächen begegnet er den Anliegen der Menschen mit Respekt und Ernsthaftigkeit. Er behält dabei stets das große Ganze im Blick, wägt Interessen ab und trifft Entscheidungen, die dem Wohl der gesamten Gemeinde dienen. Genau diese Verbindung aus fachlicher Kompetenz und menschlicher Nähe macht ihn zu einem Bürgermeister, dem viele Menschen vertrauen. Für mich persönlich ist die Zusammenarbeit mit Ihnen eine Bereicherung. In vergleichsweise kurzer Zeit habe ich erleben dürfen, wie Entscheidungen vorbereitet, abgewogen und letztlich auch getragen werden – nicht immer einfach, nicht immer konfliktfrei, aber stets mit dem Anspruch, Verantwortung für die gesamte Gemeinde zu übernehmen. Gerade das macht gute Kommunalpolitik aus: nicht nur Erfolge zu feiern, sondern Herausforderungen anzunehmen und gemeinsam Lösungen zu finden.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, heute feiern wir die Amtseinführung von Bürgermeister Matthias Heim – und damit auch Kontinuität und Erfahrung. Gleichzeitig wissen wir: Eine Gemeinde ist nie fertig. Neue Herausforderungen, neue Erwartungen und neue Aufgaben liegen vor uns. Umso gespannter sind wir darauf, welche Themen Herr Heim in seiner weiteren Amtszeit anpacken wird und welche Impulse er für die Zukunft unserer Gemeinde setzt.
Matthias Heim, ich gratuliere Ihnen herzlich zu Ihrer Amtseinführung. Ich wünsche Ihnen für die kommenden Jahre Mut für neue Wege, Gelassenheit in schwierigen Momenten und weiterhin die Fähigkeit, zuzuhören und zu verbinden.
Herzlichen Glückwunsch!“
Anschließend folgte die Rede des Bürgermeisters, der folgende Worte äußerte:
„Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Familie, Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde, liebe Gäste, heute stehe ich hier, in großer Dankbarkeit, dass ich nach 16 Jahren in diesem wunderbaren Amt erneut für weitere 8 Jahre gewählt wurde. Für mich ist dies ein großes Zeichen Ihres Vertrauens, und dafür möchte ich Ihnen allen von Herzen danken!
Ein besonders großer Dank gilt meiner Familie – meiner Frau Viktoria und meinen Kindern Valentin und Matilda, die immer hinter mir stehen und mich bei der Ausübung dieses Amtes unterstützen. Ihr wisst gar nicht, wie viel mir das bedeutet! Ihr seid mein Rückhalt, und ohne euch wäre all das nicht möglich. Es ist nicht selbstverständlich, dass man für seine Familie und die Gemeinschaft da sein kann, und ich freue mich, dass wir gemeinsam anpacken können. Ich möchte auch meinen Familienmitgliedern und all den fleißigen Helfern danken, die Flyer verteilt haben und sich unermüdlich eingesetzt haben, um Flyer zu verteilen und mich zu unterstützen.
Mein Dank geht ebenso an die Gastronomen, die mir ihre Räume zur Verfügung gestellt haben und uns so einen Platz für unsere Treffen geboten haben.
Und natürlich, liebe Wähler, danke ich Ihnen für Ihr Vertrauen.
Ihre Stimmen sind nicht nur eine Bestätigung meiner Arbeit, sondern auch ein Ansporn, die kommenden Herausforderungen mit Entschlossenheit und Kreativität anzugehen.
Ich bin mir bewusst, dass harte Zeiten vor uns liegen. Viele Aufgaben auf Landes- und Bundesebene landen letztendlich bei uns auf den Rathäusern. Die Zeiten, dass wir ausreichend Mittel hatten, damit wir unseren oft von oben gesetzten, hohen Standards gerecht werden können, sind vorbei. Ich fordere hier die Entscheidungsträger dazu auf, diese Realität anzuerkennen, Standards zu senken, wie hohe Betreuungsschlüssel und nicht nachvollziehbare Bauvorschriften und die Bürokratie, wie ständige Meldungen an statistische Landesämter und überbordende Vorschriften deutlich zu reduzieren. In den Gemeinden findet das Leben statt – hier zeigt sich die Attraktivität eines Landes, eines Landkreises, einer Raumschaft – dazu müssen wir nachhaltig finanziell entlastet werden. Vor Kreis, Land und Bund.
Wir Bürgermeister und die Verwaltungen in den Gemeinden halten das Land am Laufen – während Krisen, Pandemien und des Ukrainekriegs. Wir stehen zusammen und meistern diese Herausforderungen! Manchmal habe ich hier den Eindruck, dass sich Land und Bund einfach darauf verlassen, dass die „da unten“ es ja bisher auch immer irgendwie hinbekommen haben.
Wertschätzung sehe ich kaum und auch die Durchreichung der Bundesmittel aus dem Länder-und-Kommunal-Infrastrukturfinanzierungsgesetz aus dem wir 2,6 Mio € erhalten und der als großer Befreiungsschlag verkauft wird, ist lediglich ein Tropfen auf dem heißen Stein, denn nicht die Investitionen, sondern die laufenden Kosten sind das Problem.
Energie, Gebäudeunterhaltung, Personal und Preissteigerungen in allen Bereichen setzen uns immens zu. Dann muss man hören: mann, wenn ihr als Kommunen mit dem was ihr habt, nicht klarkommt, müsst ihr halt Grund- und Gewerbesteuer erhöhen – für mich ist das der falsche Weg. Die nächsten Jahre werden also nicht leicht. Daher ist es aber wichtiger denn je, einen erfahrenen Bürgermeister zu haben.
Ich freue mich trotzdem auf die kommenden Aufgaben und die Zusammenarbeit mit Ihnen allen, den Bürgern, den Vereinen und dem Gemeinderat. Lassen Sie uns mit den Mitteln, die wir haben, das Beste für unsere Gemeinde tun! Die vielen Projekte der letzten Jahre haben gezeigt, dass wir gemeinsam viel bewegen können. Vor uns liegen viele wichtige Aufgaben: die Schaffung von Wohnraum, die Sanierung unserer in die Jahre gekommenen Infrastruktur, die Digitalisierung und nicht zuletzt das Thermalbad. Packen wir es an! Lasst uns gemeinsam die Zukunft von Bad Überkingen gestalten. Ich bin überzeugt, dass wir das schaffen können – zusammen! Vielen Dank!