Gemeinsam mit dem Tierschutzverein Bad Mergentheim und Umgebung e.V. starten elf Städte und Gemeinden im Main-Tauber-Kreis eine Aufklärungskampagne zum Thema Katzenschutz. Ziel ist es, mehr Katzenhalterinnen und Katzenhalter zu bewegen, ihre Freigängerkatzen kastrieren zu lassen.
Denn unkastrierte Hauskatzen vermehren sich häufig mit wildlebenden Katzen – oft unbemerkt. Die Folgen tragen vor allem die freilebenden Tiere: Krankheiten, Futtermangel und schwierige Lebensbedingungen führen zu großem Leid. Viele Katzenkinder sterben früh oder werden krank ins Tierheim gebracht.
Auch das Tierheim Bad Mergentheim stößt trotz erweiterter Kapazitäten regelmäßig an seine Grenzen. Aufnahmestopps im Katzenbereich zeigen, wie dringend gehandelt werden muss. Die Kastration ist ein einmaliger Eingriff, der langfristig Tierleid verhindert und sowohl freilebenden Katzen als auch den eigenen Haustieren zugutekommt.
Parallel startet in allen beteiligten Kommunen die Aufklärungskampagne mit Informationsmaterialien sowie Beiträgen in Amtsblättern, auf Websites und in sozialen Medien.
Zudem stellt der Tierschutzverein das neue „Helfernetzwerk Katzenschutz“ vor. Ehrenamtliche sollen künftig beim tierschutzgerechten Einfangen, Kastrieren und Zurückbringen wildlebender Katzen unterstützen, um die unkontrollierte Vermehrung nachhaltig einzudämmen. Wer sich im Helfernetzwerk engagieren möchte, kann mit den Verantwortlichen ins Gespräch kommen oder sich per E-Mail an jasmin.paul@tierheim-mergentheim.de wenden.
Text: Jasmin Paul, tsvmgh


