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Geplanter Mobilfunkmast: Informationsveranstaltung trifft auf großes Interesse

Rund 40 Bürgerinnen und Bürger, zusätzlich drei Gemeinderäte sowie Ortschaftsräte aus Maisenbach-Zainen und Unterlengenhardt nahmen an der Informationsveranstaltung...

Rund 40 Bürgerinnen und Bürger, zusätzlich drei Gemeinderäte sowie Ortschaftsräte aus Maisenbach-Zainen und Unterlengenhardt nahmen an der Informationsveranstaltung zum geplanten Bau eines weiteren Mobilfunkmastes auf der Gemarkung Maisenbach teil.

Das gesteckte Ziel der Veranstaltung wurde klar erreicht. Drei eingeladene Experten informierten im Rahmen von Vorträgen und im Anschluss wurde bis 22:00 Uhr offen und teilweise kontrovers diskutiert. Der Ortsvorsteher von Maisenbach-Zainen, Dr. Matthias Stepan, der die Veranstaltung initiiert hatte und moderierte, hatte zu Beginn der Veranstaltung das Ziel klar benannt. Es gehe darum, eine bessere Informationsgrundlage über die Hintergründe und den Stand der Planungen für den Bau zu erhalten. Jeder solle zu Wort kommen können. Denn klar ist, aufgrund der rechtlichen Vorgaben, sogenannte „weiße Flecken“ zu schließen und damit eine lückenlose Funkabdeckung zu gewährleisten, bleibt der kommunalen Ebene nur wenig Einflussspielraum.

Hilmar Möhlmann von der Firma Telefónica stellte das geplante Bauprojekt mit allen technischen Details, dem rechtlichen Hintergrund und den Prozessschritten vor. Der geplante Standort befindet sich auf dem Flurstück 221 und ist die einzig verfügbare Option, um den „weißen Fleck“ entlang der L343 zu schließen. Der Standort befindet sich 670 Meter Luftlinie von der ersten Bebauung in Maisenbach-Zainen und 622 Meter Luftlinie von der ersten Bebauung in Unterlengenhardt entfernt. Der Mast soll circa 50 Meter hoch werden und mit Funktechnik für 2G, 4G und 5G bestückt werden. Der eigentliche Genehmigungsprozess wird nach Abschluss der Standortsuche eingeleitet.

Dr. Florian Kohn vom Bundesamt für Strahlenschutz informierte auf wissenschaftlicher Basis über die gesundheitlichen Risiken. Darüber hinaus stellte er aktuelle Messdaten für die Orte Maisenbach-Zainen und Unterlengenhardt vor. An den Vortagen hatte er die Strahlenbelastung in den beiden Ortschaften gemessen. Diese lagen demnach weit unter dem Grenzwert.

Direkt nach den beiden Vorträgen verlas Rainer Kraft, Ortsvorsteher von Unterlengenhardt, eine kurze Stellungnahme und übergab Norbert Paydl aus Unterlengenhardt das Wort. Herr Paydl setzt sich aus privaten Gründen mit dem Thema intensiv auseinander und steht seit Kurzem dem Verein Initiative Mobilfunk Enz Nagold vor. Herr Paydl richtete Fragen an die Experten und verwies auf bestehende Studien, welche die Gefahren für die Gesundheit der Menschen in den Blick nehmen. Neben Herrn Paydl nutzten zahlreiche Bürger sowie Gemeinde- und Ortschaftsräte die Gelegenheit Fragen zu stellen.

Herr Dr. Kohn, Herr Möhlmann und Herr Gross – letzter vertrat die Firma, die bei der Standortsuche und Planung begleitet – antworten kundig und ausführlich auf die Fragen rund um das eigentliche Projekt und größere Fragestellungen, wie beispielsweise die Notwendigkeit für eine umfassende Abdeckung.

Da einige Fragen von den Bürgerinnen und Bürgern direkt in Richtung ihrer anwesenden gewählten Vertreter gerichtet wurden, nahmen diese abschließend ebenfalls Stellung. Die anwesenden Gemeinderäte unterstrichen beispielsweise, dass sie die Sorgen der anwesenden Bürgerinnen und Bürger ernst nehmen, aber gleichzeitig die Interessen der nicht anwesenden berücksichtigen müssten. Es gehe hierbei um eine Abwägung der Interessen. Denn klar sei, dass es auch Bürgerinnen und Bürger gebe, die Planungen für den Bau begrüßen. Zuletzt hätten sich in einigen Teilorten und der Kernstadt wiederholt Personen über die schlechte Mobilfunknetzabdeckung beschwert.


Erscheinung
Stadtbote – Amtsblatt der Stadt Bad Liebenzell
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Ausgabe 48/2025
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