Nussbaum-Logo
Dies und das

Gernsbacher Puppentheaterwoche 2026

Positive Bilanz des Festivals in der 37. Spielsaison Viele begeisterte Zuschauer konnten in dieser Spielsaison bei 21 Vorstellungen Bühnen aus ganz...
Puppentheaterwoche 2026
Werkschau von Marc Schnittger.Foto: Stadt Gernsbach

Positive Bilanz des Festivals in der 37. Spielsaison

Viele begeisterte Zuschauer konnten in dieser Spielsaison bei 21 Vorstellungen Bühnen aus ganz Deutschland und Dänemark in der Stadthalle erleben.

Die Highlights waren vielfältiger Art.

Eröffnet wurde die Puppentheaterwoche mit dem Stück „Planet Eden“. Vor ausverkauftem Saal zeigte der Puppenspieler Marc Schnittger mit selbstgebauten Puppen eine Inszenierung über das rätselhafte Gemälde-Triptychon »Der Garten der Lüste« von Hieronymus Bosch. In diesem Stück übernahm der Teufel die Geschicke der Menschen auf der Erde und bekam dabei Hilfe von dem bis dahin erfolglosen Erfinder Dr. Fesst. Doch das Ziel Menschheitsrettung erwies sich als schwierig und Chaos auf Erden war das Ergebnis.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen von Aufführungen für die ganze Familie. Das Figurentheater Weidringer zeigte mit „Der Wind in den Weiden“ ein Stück nach dem englischen Kinderbuchklassiker von Kenneth Grahame. Die ergreifende Geschichte erzählte von der Verbundenheit mit der Natur, von Fernweh, Eigensinn und tiefer Freundschaft. Am frühen Abend stand Christiane Weidringer vom gleichnamigen Figurentheater zum zweiten Mal auf der Bühne. Sie präsentiere mit dem Stück „Die Zauberflöte - Sternstunden einer Souffleuse“ eine verspielte, dramatisch und unwiderstehlich menschliche Geschichte für die ganze Familie. Ein Abend voller Emotionen, überraschender Wendungen und natürlich Mozarts grandioser Musik.

Eine fein gesponnene Geschichte für Kinder aus der Werkstatt der Gestalter aller Dinge zeigte am Dienstag Angelika Jedelhauser vom Figurentheater Unterwegs mit dem Stück „Die Werkstatt der Schmetterlinge“. Das Abendstück am Dienstag begab sich auf Spuren von Peggy Jo Tallas, einer furchtlosen Bankräuberin. „Cowboy Bob“, gespielt von Anna Menzel von den Lovefuckers aus Berlin, war eine True Crime Geschichte nach einer wahren Begebenheit. Das Kinderstück am Mittwoch wurde abermals von Angelika Jedelhauser vom Figurentheater Unterwegs präsentiert. „Die Sachenfinderin“ erzählte die Geschichte von Kari, einem kleinen Mädchen, welches in die Welt hinauszieht und nach unentdeckten Sachen, Kostbarkeiten und Schätzen stöbert. Das Abendprogramm am Mittwoch gestaltete das Theater des Lachens aus Frankfurt/Oder. In dem Stück „Drache für Holzköpfe“, frei nach „Der Drache“ von Jewgeni Lwowitsch Schwarz, musste einer den naiven Helden geben und gegen den Drachen kämpfen. Und wer hätte das besser gekonnt als Kasper!

Das Theater Zitadelle aus Berlin zeigte am Donnerstag mit „Bei Vollmond spricht man nicht“ eine aufregende Reise durch ein Märchenland, bei der die Prinzessin Lora Zwergen, einer Hexe, dem Riesenkind Mariese und allerlei freundlichen und weniger freundlichen Geschöpfen begegnete und einige Abenteuer erlebte.

Im Rahmen des experimentierfreudigen Labels „Puppe-Spezial“ zeigte am Donnerstag das dänische Sofie Krog Teater mit „The House“ einen „Comedy Thriller“ in englischer Sprache, der großen Anklang beim Publikum fand.

Das letzte Kinderstück der Puppentheaterwoche am Freitag wurde vom Theater des Lachens präsentiert. „Alle seine Entlein“ war eine erstaunliche und vergnügliche Geschichte, in der es ein kleines bisschen anders zuging als man zunächst annahm.

Am Abend präsentierte das Theater Zitadelle mit „Der Yark“ ein erwachsenes Theaterstück über den Kampf zwischen Gut und Böse, satirische Seitenhiebe, die Lust am Grauen, tiefe Liebe und letztlich die Frage, ob es nicht auch anders geht.

Die letzte Aufführung der Puppentheaterwoche zeigte am Samstag das Ensemble Materialtheater aus Stuttgart. In dem Stück „König UBU“ sagten zwei Damen ihrer Nettigkeit Adieu und präsentierten Alfred Jarrys bitterböse Kasperl-Groteske vom gierig-grausamen und feigen König UBU und seiner nicht minder schlimmen Gattin.

Im Foyer war eine Werkschau von Marc Schnittger zu sehen, die Einblicke in seine verschiedenen Schaffensphasen gab.

Erscheinung
Gernsbacher Stadtanzeiger
Ausgabe 14/2026
Dieser Inhalt wurde von Nussbaum Medien weder erfasst noch geprüft. Bei Beschwerden oder Anmerkungen wenden Sie sich bitte an den zuvor genannten Erfasser.
Orte
Gernsbach
Kategorien
Dies und das
Panorama