
Ein kleines Gemüsebeet, dunkle Erde, bestückt mit Tomaten, Karotten, Sellerieknollen, Kohlrabi und anderem Gemüse, lag im Mittelgang der Kirche St. Nepomuk. Ganz passend zum Leitwort, unter dem der Erntedankgottesdienst stand „Gesät in guten Boden“. Denn ohne gut geschützten Boden kann nichts wachsen und es gibt keine Ernte, für die gedankt werden kann. Die Sängerinnen und Sänger des Kirchenchors Lußheim hatten den Boden jedenfalls gut bestellt. Denn auf den Stufen vor dem Altar lag eine Fülle von sorgsam ausgesuchten Erntegaben. Gespendet von den Chormitgliedern und tags zuvor liebevoll aufgestellt von Friedel Rupp, Karin Eustachi, Marlene Eustachi und Renate Klemt. Gut vorbereitet waren auch die passenden Gebete, Fürbitten und die Meditation, die Friedel Rupp als Liturgiebeauftragte des Chors zusammengestellt hatte.
Welcher Evangelientext könnte für einen Gottesdienst, der den „Boden“ zum Thema macht, passender sein als das Gleichnis vom Sämann, in dem Jesus seinen Blick auf das Schicksal der Saat auf verschiedenen Böden richtet. Pfarrer Müller lud in der Predigt dazu ein, nicht nur für die Erntegaben und Nahrungsmittel zu danken, die uns äußerlich nähren. Sondern auch nachzuspüren, wie es um den Nährboden unseres inneren Lebens bestellt ist, was unsere Seele nährt und unseren Glauben Wurzeln schlagen lässt.
Chorleiter Arno Nützel am Keyboard begleitete Chor und Gemeinde beim gemeinsamen Singen aus dem Liederbuch „Kreuzungen“. Mit Chorsätzen wie „Der Sämann sät die gute Saat“ griff der Chor noch einmal den Evangelientext auf. Zum Auszug gab der Kirchenchor das Spiritual „Sage Dank“ mit auf den Weg.
Im Anschluss an den Gottesdienst bestand für die Gemeinde das Angebot, die gesegneten Erntegaben gegen einen selbst gewählten Spendenbetrag mit nach Hause zu nehmen. Der gesamte Spendenbeitrag geht an das Kinderhospiz Sterntaler in Dudenhofen. Dieses unterstützt der Kirchenchor Lußheim seit über 10 Jahren mit seiner Erntedankaktion.
Das Gemeindeteam Lußheim lud zu einer herzhaften Gemüsesuppe mit Wienerle in den Pfarrsaal ein. Ein Angebot, das von den Kirchenbesuchern gerne angenommen wurde, um noch eine Zeit lang zusammenzubleiben. Auch die Spendenbeträge für das Essen werden den „Sterntalern“ zugutekommen.
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