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Gesamtjahreshauptversammlung 2025

Mit dem Wahlspruch der Feuerwehr „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ eröffnete Stadtkommandant Dieter Niemann die diesjährige Jahreshauptversammlung...
Oberbürgermeister Thomas Deuschle.
Foto: Medienteam Freiw. Feuerwehr

Mit dem Wahlspruch der Feuerwehr „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ eröffnete Stadtkommandant Dieter Niemann die diesjährige Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Waghäusel.

Der späte Termin ist der Beschaffung von 4 neuen Feuerwehrfahrzeugen geschuldet, welche in der JHV eingeweiht werden sollten. Leider hat sich die Auslieferung immer wieder verschoben, so dass die Versammlung nunmehr ohne die neuen Feuerwehrfahrzeuge stattfand.

Dieter Niemann berichtete von über 300 Einsätze und 650 Stunden Einsatzzeiten im Jahr 2024 ohne die Zeiten der Bereitschaften in den Feuerwehrhäusern. Das Gros der Einsätze entfiel auf die 115 technischen Hilfeleistungen, welche unter anderem dem Unwetter im August 2024 geschuldet waren, gefolgt von 64 Brandeinsätzen.

Die Feuerwehr Waghäusel hat derzeit 115 Einsatzmitglieder, davon 19 Frauen und 64 Atemschutzgeräteträger. Hier sei es das Ziel, die Anzahl weiter zu erhöhen.

Weiter berichtete er von den Fortschritten bei der Suche nach einem geeigneten Grundstück für das neue Feuerwehrhaus im Stadtteil Waghäusel. Das bestehende Feuerwehrhaus ist mittlerweile über seine Grenzen hinaus zu klein geworden. So müssen sich die Feuerwehrkameraden z. B. direkt neben den Fahrzeugen umziehen, was aus Gründen der Unfallverhütung nicht mehr zulässig ist. Des Weiteren ist das Feuerwehrhaus zu klein für die Ersatzbeschaffung des alten Löschfahrzeuges, das aufgrund geltender DIN-Vorschriften größer wird als das aktuelle Löschfahrzeug. Die Vorschläge des Gemeinderats zum neuen Standort sind aktuell nicht umsetzbar.

Jugendwart Philipp Köhler konnte stellvertretend für die Jugendwarte aus den anderen beiden Abteilungen von 68 Kindern in der Kinderfeuerwehr, darunter 24 Mädchen, sowie 78 Jugendlichen, davon 22 Mädchen in der Jugendfeuerwehr berichten. Die Kinder- und Jugendfeuerwehr sind ein wesentlicher Faktor in der Nachwuchsgewinnung der Freiwilligen Feuerwehren – nicht nur in Waghäusel – und daher gebührt der Arbeit der Jugendwarte und Jugendbetreuer ein ganz besonderes Dankeschön für ihre Arbeit.

Auch Oberbürgermeister Thomas Deuschle betonte die Wertschätzung des Ehrenamtes und in ganz besonderem Maße die Freiwillige Feuerwehr. Er berichtete von der schlechten Haushaltslage der Kommunen im Land und auch Waghäusel sei hiervon betroffen. Er stellte jedoch klar, dass es keine Kürzungen bei der Sicherheit gebe, zumal auch die Feuerwehr immer zu sparen bereit sei und Vorschläge hierzu unterbreite.

Auch er berichtete von den Vorgaben des Feuerwehrbedarfsplans und dem Ziel, ein neues Feuerwehrhaus in Waghäusel zu bauen. Die Standortsuche hätte oberste Priorität. Sei jedoch leider noch nicht abschließend geklärt, da Waghäusel auch schlicht zu klein sei und es nicht viele Möglichkeiten für einen sinnvollen Standort gäbe. Das Land Baden-Württemberg sei hier mit den zahlreichen einschränkenden Vorgaben auch keine Hilfe.

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Bertram Meier überreichte seine Grußworte und dankte für die stete Unterstützung der Feuerwehr Waghäusel. Nur gemeinsam können wir die vor uns liegenden Herausforderungen meistern.

Der Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzende Eckard Helms stellte in seinem Bericht das System 65+ vor. Hierbei sollen altgediente Feuerwehrkameraden, die aufgrund ihres Alters aus dem Dienst der aktiven Einsatzmannschaft ausscheiden mussten, weiter an unkritischen Einsatzpunkten weitermachen, so etwa die Anlaufstellen in Katastrophen- oder Großschadenereignissen besetzen. Diese erfahrenen und oft sehr gut ausgebildeten Kameraden seien hierfür bestens geeignet und auch über die Unfallkasse Baden-Württemberg versichert. Das Austrittsalter aus dem aktiven Einsatzdienst soll an das Renteneintrittsalter angepasst werden. Hierzu sind jedoch gesetzliche Änderungen auf Landesebene erforderlich.

Unterkreisführer Bernd Prautzsch berichtete über die Fortbildungen der Feuerwehren im Unterkreis. Diese gestalten sich zunehmend schwieriger, da die Mindestteilnehmerzahlen oft nicht erreicht werden. Teilweise müssen Lehrgänge mit anderen Kreisen zusammengelegt werden oder sie finden künftig nur noch alle zwei Jahre statt. Das ist schon deshalb schade, weil motivierte Kameradinnen und Kameraden lange auf Ihre Ausbildung warten müssen und im Einsatz fehlen.

Zum Abschluss nutzte Kommandant Niemann nochmals die Gelegenheit, Danke zu sagen. Danke an all die Unterstützer der Feuerwehr, innerhalb der Stadtverwaltung und dem Gemeinderat, an den Kreisbrandmeister, an seine stellvertretenden Kommandanten, an die Abteilungskommandanten, an die Gerätewarte, an die Mitglieder der Absturzsicherungsgruppe und an die gesamte Einsatzmannschaft, ohne deren aufopfernde Unterstützung das Ehrenamt der Freiwilligen Feuerwehr nicht möglich sei.

Dieter Niemann – Gesamtkommandant der Freiwilligen  Feuerwehr Stadt Waghäusel.
Foto: Medienteam Freiw. Feuerwehr
Erscheinung
Mitteilungsblatt der Stadt Waghäusel
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Ausgabe 49/2025
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