Die diesjährige Geschichtswanderung führte den Schonacher Schwarzwaldverein zum Magdalenenberg in Villingen. Die Tour begann beim Parkplatz Theater am Ring und 25 Wanderinnen und Wanderer machten sich ab dort auf den Weg zunächst über das Hubenloch. Wanderführer Wolfgang Schyle berichtete schon unterwegs über die Zeit der bis heute geheimnisvollen Kelten. Diese tauchten demnach ab 800 vor Christus erstmals im österreichischen Salzkammergut auf und verbreiteten sich in der Folge nicht nur in Süddeutschland aus, sondern auch bis nach Norditalien, Frankreich und Kleinasien. Am Magdalenenberg angekommen konnte man die enormen Ausmaße dieses keltischen Grabhügels bewundern, der mit rund 100 Meter mit der größte dieser Art in Mitteleuropa ist. Eine erste Ausgrabung 1890 ergab, dass das Fürstengrab bereits geplündert worden war. Danach erlosch das Interesse und erst in den 1970er Jahren erfolgte eine wissenschaftliche Untersuchung. Hier wurde festgestellt, dass das Grab um 616 vor Christus angelegt wurde und insgesamt 126 Nebengräber angelegt waren. Viele Wissenschaftliche Deutungsversuche wurden vor Ort erläutert, auch eine These, dass die Nebengräber ein Abbild des damaligen Sternhimmels darstellten. Auf dem Rückweg konnte auf dem Aussichtsturm im Hubenloch die Aussicht auf das sonnige Villingen genossen werden. Abschließend erfolgte ein Einkehrschwung im Café Dammert in der historischen Innenstadt.


