Wer durch die Streuobstwiesen kommt, sieht sie klar und deutlich: Eingewobene Stellen mit Gespinsten, unter denen ein Kahlfrass stattgefunden hat. Das war die Tat der Raupen der Gespinstmotte. Die hat in den letzten Jahren in unserer Region zugenommen. Das sieht wirklich eklig aus, ist aber für den Menschen harmlos. Allerdings fressen diese Raupen auch den Fruchtansatz des Apfels oder der Birne weg - es ist also mit weniger Ertrag und auch am Ende kleinerem Obst zu rechnen. Die Bekämpfung dieses Schädlings mit herkömmlichen Mitteln bringt nicht viel, da das Gespinst wasserabweisend ist. Vielmehr hilft hier Vertrauen in unsere Nützlinge. Insbesondere Meisen vertilgen bei der Aufzucht ihrer Jungen eine große Menge dieser gelblichen, schwarzgepunktelten Raupen. Es hilft auch das Ausschneiden oder Abschneiden der befallenen Stellen - eine Berührung mit der Hand ist ungefährlich. Ganz im Gegensatz zur Berührung der Raupe des Eichenprozessionsspinners. Das abgeschnittene Material dann bitte nicht in den Kompost werfen - dieser Schuss geht nach hinten los.


