Hitze kann krank machen. Vielen Menschen sind die Risiken von Hitze allerdings nicht bewusst. Wie man sich schützen kann, dafür sensibilisiert der Hitzeaktionstag am Samstag, 13. Juni, von 9 bis 12.30 Uhr in der Fußgängerzone und bei St. Josef. Eine Mischung aus Informationsständen und Mitmachaktionen insbesondere für Kinder ist geplant.
Mit Bastelaktionen können die jüngsten Besucher spielerisch das Thema Hitze erkunden. Denn sie und viele andere Personengruppen, wie zum Beispiel ältere Menschen, brauchen an heißen Tagen besonderen Schutz. Das Gesundheitsamt lädt Kinder dazu ein, UV-Armbänder zu basteln, die anzeigen, ob die Kinder zu viel UV-Licht ausgesetzt sind. Das Forstamt, das zum Thema Hitze im Wald informiert, lässt Kinder mit Baumscheiben kreativ umgehen. Eine willkommene Erfrischung dürfte die Spritzwand sein, die die Gaggenauer Feuerwehr für den Nachwuchs aufbaut. Neben dem Spaß hat das einen ernsten Hintergrund: Denn die Gefahr von Wald- und Flächenbränden steigt bei lang anhaltender Hitze und Trockenheit.
Auch Pflanzen – die ja ein wertvoller Schutz gegen Hitze sind – benötigen viel Wasser. Dies demonstrieren die Technischen Betriebe der Stadt anhand ihrer Maschinen und Geräte. Welche Rolle Pflanzen und Bäume beim Thema Hitze zukommen, darum geht es an den Ständen des Garten- und Landschaftsbaus sowie der Baumschule Lorberg. Die Stadtwerke informieren über den Stellenwert des Trinkwassers. Denn: Gerade bei Hitze droht Flüssigkeitsmangel. Dieser verursacht Kopfschmerzen, Erschöpfung und Konzentrationsprobleme.
Die Krankenkasse AOK und die Schwarzwald-Vital-Apotheke sind ebenfalls vor Ort. Für die Bewirtung sorgen an diesem Morgen bei St. Josef die Saubergteufel aus Ottenau. Auch das hilver-Team der Stadt Gaggenau beteiligt sich am Hitzeaktionstag und demonstriert, wie die digitale Nachbarschaftshilfe bei Hitze eine wertvolle Unterstützung sein kann – schon beim Hitzeaktionstag selbst: Wer einen Fahrdienst zum Aktionstag benötigt, kann dafür hilver nutzen.
„Uns ist wichtig, die Menschen dafür zu sensibilisieren, wie sie sich vor den Folgen von zu viel Hitze schützen können“, erklärt Oberbürgermeister Michael Pfeiffer. Bewusst werde der Bogen an diesem Tag weit gespannt und reiche von Tipps zu Ernährung, Gesundheit und Energie bis hin zu Informationen darüber, wie man sich baulich zuhause vor Hitze schützen kann. Für den ersten Hitzeaktionstag hat die Stadt Gaggenau zahlreiche Partner gewinnen können. Starke Unterstützung erhält die Stadt dabei von der Klimaanpassungsmanagerin des Landkreises sowie verschiedenen Einrichtungen des Kreises. Mit dabei sind neben dem Gesundheitsamt auch das Ernährungsforum, das Forstamt und die Energieagentur Mittelbaden.