Die Get X-treme-Freizeit der Jugendreferate Kupferzell und Neuenstein fand am 27. und 28. Mai 2026 statt. Insgesamt neun Jugendliche ab 12 Jahren nahmen teil, welche mit verdeckten Augen die Strecke bis zum Absetzpunkt mitten im Wald gebracht wurden. Ziel war es, sich mitten im Wald aussetzen zu lassen, ohne zu wissen, wo wir uns befinden, und von dort mit Karte, Kompass sowie dem Nötigsten zum Übernachten nach Neuenstein zu finden.
Der erste Tag bestand daraus, sich im Wald zu orientieren, Strecke zu machen, Essen sowie Trinken zu organisieren und einen Übernachtungsplatz zu finden. Die Teilnehmer sollten eigenständig den Weg nach Neuenstein planen und finden. Die Route führte über Bubenorbis, wo das Abendessen von freundlichen Menschen gespendet wurde und am Abend mit den mitgeführten Spirituskochern zubereitet wurde. Weiter ging es über Maibach und Schuppach, wo die Nacht auf einer Pferdeweide verbracht wurde. Das Schlafen unter freiem Himmel war für einige Teilnehmer eine reizvolle, für andere jedoch herausfordernde Erfahrung.
Am zweiten Tag stand der Grillplatz bei Untersteinbach als erstes Ziel im Plan. Dort sollte die Notration (Banock-Brotmischung) auf offenem Feuer zubereitet werden. Der Weg führte von Büchelberg über einen landschaftlich schönen Wanderweg nach Untersteinbach. Am Grillplatz angekommen, musste jedoch festgestellt werden, dass die Grillstelle wegen Waldbrandgefahr gesperrt war, sodass die geplante Mahlzeit nicht zubereitet werden konnte. Angesichts des großen Hungers der Gruppe und der verbleibenden Distanz nach Neuenstein wurde der X-treme-Trip abgebrochen. Eine Abholung durch einen Bus des Albert-Schweitzer-Kinderdorfes Waldenburg war die logische Folge.
Trotzdem hatten die Teilnehmer alle gestellten Aufgaben während der Wanderung, wie z. B. eine Person eine Stunde lang blind führen oder einen Tee mit bestimmten Nadeln (z. B. Fichten- oder Kiefernnadeln) für alle zubereiten und vieles mehr, erfolgreich gemeistert. Im Anschluss wurden die Jugendlichen in Neuenstein zu Pizza oder Döner eingeladen, eine Geste der Dankbarkeit, die sehr gern angenommen wurde.
Fazit: Die Get X-treme-Freizeit 2026 zeigte erneut, wie hilfsbereit und solidarisch Fremde sein können, wenn man Unterstützung anfragt. Ebenso war es schön zu sehen, wie sich die Gruppe gegenseitig half, die Strapazen zu überstehen, und nach nur kurzer Zeit zu einem Team heranwuchs.
Sigvard Lenz
Jugendreferent für die Gemeinde Kupferzell


