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Ein humorvoller und musikalischer Abend

Gipfel der Mundart im Sandkorn: Dei Länd, mei Länd

Mundarten zusammenbringen, darum geht es beim Projekt "Dei Länd, mei Länd", welches am 27. April 2026 im Sandkorn Theater Karlsruhe stattfindet.
Bei "Mei Länd, dei Länd" sollen Mundarten miteinander verbunden werden, ein Miteinander statt ein Gegeneinander der Mundarten.Foto: Sandkorn

Gemeinsame Projekte von Badnern und Schwaben? Gibt es. Das größte ist vermutlich die Gründung des Landes Baden-Württemberg 1952, das seit 2021 als „THE LÄND“ für sich wirbt. Doch es gibt auch kleinere, gemeinsame Projekte, wie “Dei Länd, mei Länd“, zu erleben am Montag, 27. April, im Sandkorn-Theater in Karlsruhe.

Ins Leben gerufen haben es die Badener „Blues-Barden“, wie sie sich selbst nennen, Martin Wacker und Martin Knoch und der schwäbische „Wortakrobat“ Bernd Kohlhepp alias Herr Hämmerle.

Mit Überraschungsgast

Die Drei gestalten seit vielen Jahren gemeinsam Mundart-Veranstaltungen, zu denen sie immer einen Überraschungsgast einladen. Am Montag, 27. April, treten sie gemeinsam mit Peter Freudenthaler von „Fools Garden“ auf. „Fools Garden“ wurde mit seinem Lied „Lemon Tree“, englisch für Zitronenbaum, weltbekannt, die Wurzeln der Gruppe liegen in Pforzheim.

„Die Grundidee von ‚Dei Länd, mei Länd‘ ist ein Miteinander anstatt eines Gegeneinanders der Dialekte“, erklärt Martin Wacker. „In Mundart steckt Musik“, sagt Bernd Kohlhepp. „Mundart ist keine Vereinfachung, Mundart ist Verdichtung.“

Mundart bereichert die Sprache

Bei Veranstaltungen, bei denen Badner und Schwaben zusammenkommen, passiere oft etwas Wunderbares. Man merke, dass man sich eigentlich hervorragend versteht, „…aber des muss mer ja nicht gleich zugeben“, so Bernd Kohlhepp weiter. Dass der Badner mit Recht stolz auf sein Land sei, und der Schwabe auch, sei ungefährlicher Lokalpatriotismus. „solange wenigstens einer dabei lacht, ist alles gut. Lokalpatriotismus heißt: Ich mag, wo ich bin.“ Zum Nationalismus zieht er eine klare Grenze: „Nationalismus heißt: ,Ich mag nicht, wo du bist‘.“

Dass Mundart auch in einer globalisierten Welt ernstzunehmen und unverzichtbar sei, darin sind sich die Gastgeber einig. „Alles, was die Welt bunter, individueller und facettenreicher macht, ist erhaltenswert.“, sagt Martin Knoch. „Die Mundart mit ihren eigenen Wörtern und Aussprüchen bereichert die Sprache um weitere Nuancen, für die man in der Hochsprache oft deutliche längere Umschreibungen bräuchte.“

Fusions-Abende

Auf den Gast Peter Freudentaler freuen sich die „Dei Länd, mei Länd“- Macher ganz besonders. „Er ist schon lange unser Wunschkandidat“, verrät Martin Wacker. „Er ist ein super Gast für die Gespräche zwischendurch. Wir werden natürlich auch gemeinsam musizieren.“

Es seien jeweils einmalige Abende, bei denen viel gelacht werde. „Solche Fusions-Abende sind auch für uns Künstler selten geworden“, so Martin wacker weiter. „Von daher ist es wirklich eine wahnsinnig unterhaltsame Einmaligkeit, immer anders und immer überraschend!“

So würden die Badener und die Schwaben gemeinsam einen Lemon Tree im Sandkorn pflanzen, denn: Peter Freudenthaler wird aus seiner Biografie „Mein Leben als Zitronenbaum!“ lesen und Fragen beantworten, Bernd Kohlhepp wird dem „Lemon Tree" eine schwäbische Komponente hinzufügen. „Das gibt es nur einmal“, sagt er „. Und nur bei uns.“

Erscheinung
exklusiv online
von red/Quelle: rist
15.04.2026
Orte
Baden-Baden
Bad Schönborn
Bretten
Bruchsal
Dettenheim
Kategorien
Bühne
Kultur
Theater, Kleinkunst & Comedy