Der Ausbau des Glasfasernetzes in Malsch ist wieder ein entscheidendes Stück vorangekommen: Im Gebiet Neue Heimat beginnen die Tiefbauarbeiten, die knapp ein Jahr dauern sollen.
28 neue Netzverteiler wird die Telekom ab jetzt im Gebiet Neue Heimat aufstellen – über sie wird das schnelle Internet dann in rund 2680 Haushalte und Unternehmen gelangen. Bürgermeister Markus Bechler zeigte sich sehr erfreut über den Start der Arbeiten, das schnelle Internet ist ihm wichtig: „Es ist ein digitaler Standortvorteil und heute so wichtig wie Gas, Wasser und Strom.“ Er lobte ausdrücklich auch die bisherige Zusammenarbeit mit den Unternehmen Telekom und P.O. Bau: „Es läuft supergut!“
Mit dem Glasfaserausbau war im November 2024 in Sulzbach begonnen worden. Dort wurden 600 Haushalte bereits angeschlossen, der Ausbau soll in Kürze beendet sein. Nun konzentriert sich die Telekom auf den Ausbau in der Neuen Heimat, dann folgen die weiteren Ortsteile. Wo genau es weitergeht, ist noch nicht bekannt.
Für den Ausbau werden nicht nur 28 Netzverteiler aufgestellt, so wie der erste jetzt in der Hans-Thoma-Straße. Es werden auch über 14 Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Die Kabel werden bis in die Häuser gezogen – immer mit Genehmigung der Eigentümer, denn hier arbeiten die Firmen auf Privatgrund.
Auch außerhalb der Grundstücke will die Telekom die Einschränkungen für die Bürgerinnen und Bürger möglichst gering halten, sagt Regio-Manager Stefan Winkler. Dazu gehört, dass der Glasfaserausbau in einzelne Bauabschnitte aufgeteilt wird.
In der Neuen Heimat macht sich beim Ausbau jetzt P.O. Bau aus Rheinau an die Arbeit und lässt sich überraschen, was sie im Malscher Untergrund finden – Mauerreste zum Beispiel, von denen niemand mehr etwas wusste. Später werden dann von der Vermittlungsstelle Am Hänfig die Kabel mit Druckluft durch die Leerrohre „eingeblasen“. Mit einem Druck von acht Bar kommen sie in den Kästen in den bunten Röhren an.
Einen weiteren großen Vorteil, abgesehen von der schnellen Datenübertragung, erklärt Bürgermeister Markus Bechler: Im Fall eines großen Stromausfalls in Malsch funktioniert das Telekommunikationsnetz weiter, denn die neuen Kästen benötigen keinen Strom und keinen Akku wie bisher. Damit bei einem Stromausfall Telefon und Internet genutzt werden können, müssen die Kunden in Geschäften und Wohnungen allerdings ihre Endgeräte mit Strom versorgen.
Von allein kommen die Glasfaser in kein Gebäude. Wer die schnelle Datenübertragung haben möchte, muss dies selbst bei der Telekom beauftragen. Dies geht auch noch während des Ausbaus. Wenn der Ausbau in Malsch abgeschlossen ist, soll mit bis zu 1000 Megabit pro Sekunde nicht nur die Datenübertragung schneller sein, die Glasfasertechnik ist gegenüber den alten Kupferkabeln auch wesentlich weniger störanfällig und verbraucht weniger Energie, betont die Telekom.