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GO live! – Accordion in Concert

Ein mitreißender Abend mit dem Instrument des Jahres Am letzten Samstag hieß es wieder GO live! im Bürgerhaus in Oberstenfeld. Aber Moment, das Akkordeon-Party-Konzert...
Die Racker und Tastenbande unter der Leitung von Karin GroßFoto: Saskia Maier

Ein mitreißender Abend mit dem Instrument des Jahres

Am letzten Samstag hieß es wieder GO live! im Bürgerhaus in Oberstenfeld. Aber Moment, das Akkordeon-Party-Konzert war doch im Dezember, oder nicht? Unsere beiden großen Konzerte tragen nun den Namen „GO live!“, nur steht beim Konzert im Frühjahr mit dem Untertitel „Accordion in Concert“ allein das Akkordeon im Mittelpunkt – und das konnte sich sehen lassen.
Das neugierig erschienene Publikum setzte sich und wartete gespannt, was der Abend bringen würde. Marialena Weinmann begleitete das Publikum mit charmanten Anekdoten aus dem eigenen Alltag und präzise recherchiertem Fachwissen zu den einzelnen Musikstücken durch den Abend und ließ die zwei Stunden Konzert noch kurzweiliger erscheinen, als sie ohnehin schon waren.
Musikalisch eröffnete das speziell für dieses Konzert formierte Ensemble mit „Sinfonia per un addio“ und mit „Serpent“ von Herbert Pixner, zwei anspruchsvolle Stücke, die die jungen Musiker*innen, die zusätzlich auch im 1. Orchester spielen, gekonnt vortrugen. Für ihre Leistung und ihr zusätzliches Engagement wurden sie mit tosendem Beifall belohnt.

Anschließend betraten die Kleinsten in der Runde, die Racker mit der Tastenbande, unter der Leitung von Karin Groß die Bühne und überzeugten mit dem Lied „Starter-Kids 2“ das Publikum. Im fliegenden Wechsel übernahmen dann die Youngsters die Bühne und versetzten das Publikum in nostalgische Zeiten mit „Gameboy-Spiele“. Den ein oder anderen juckte es schon in den Fingern, wenn er oder sie an die eigene Jugend zurückdachte. Mit „Samba Olé“ verabschiedeten sich die Youngsters unter der Leitung von Vanja Cirkovic Maksimovic und das Freizeitorchester betrat die Bühne. Dirigent Evgenij Sokolkov und sein Orchester zeigten mit „Micro-Suite No. 2“ und „Rhapsodia Andalusia“, was das Instrument des Jahres 2026 so alles zu bieten hat. Denn natürlich war diese Wahl kein Zufall, sondern eine bewusste Entscheidung von Fachleuten, die erkannt haben: Das Akkordeon kann vieles und wird zu Unrecht oft unterschätzt, denn es ist vor allem eines: ein hervorragendes Konzertinstrument.

Nach einer kurzen Pause stellte sich unser Akkordeonlehrer Dmytro Zharikov musikalisch vor. Mit den Stücken „Kavatine des Figaro“ von Gioachino Rossini, „Sonate in F-Dur“ von Domenico Scarlatti, „Chiquilín de Bachín“ von Astor Piazzolla und einem Walzer von Valery Kovtun zeigte er am Soloakkordeon sein Können und das Publikum dankte es mit frenetischem Beifall und stehenden Ovationen. Der aufbrandende Applaus endete erst, als sich Dmytro Zharikov noch zu einer Zugabe hinreißen ließ.

Zuletzt betrat das 1. Orchester unter der Leitung von Evgenij Sokolkov die Bühne und zeigte ebenfalls die Vielfalt des „Instrument des Jahres“ auf. Mit einer „Rhapsodie“ wurde wieder einmal die Bandbreite des Akkordeons deutlich. Anschließend folgten „Historia de un Amor“ von Carlos Eleta Almarán und „One Tango“ von Ian Watson, die ebenfalls gekonnt vorgetragen und mit lautstarkem Beifall vom Publikum angenommen wurden. Als letztes Stück präsentierte das 1. Orchester den Musicalklassiker „Tanz der Vampire“ in einem Medley und machte den Abend zur Nacht.

Das Publikum wurde nicht müde, für seine Musiker aufzustehen und zu applaudieren, denn Applaus ist der Künstler Lohn, und den gab es an diesem Abend zuhauf. Mit dem Medley zu „Fluch der Karibik“ als Zugabe dankte das 1. Orchester seinem Publikum für den gemeinsamen Abend und entließ die Konzertbesucher*innen mit einer musikalischen Vielfalt im Ohr nach Hause.

Wer nicht dabei sein konnte oder den Konzertabend noch einmal genießen möchte, findet den Live-Mitschnitt in Kürze auf YouTube unter hvGO_live. Ebenso lohnt sich ein Blick auf die neue Website: www.hvgonline.de

Bericht: Saskia Maier

Das 1. Orchester unter der Leitung von Evgenij Sokolkov.Foto: Saskia Maier
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