Ein außergewöhnliches musikalisches Erlebnis hat unlängst das Königliche Kurtheater Wildbad geprägt. Die Grand Central Bigband präsentierte eine moderne, leidenschaftliche Bigband-Atmosphäre unter dem Titel „Tribute to Quincy Jones“ und zog ein gut gelauntes Publikum in seinen Bann.
Der Abend bot eine abwechslungsreiche Reise durch Swing- und Jazz-Standards, würzige lateinamerikanische Rhythmen, Soul- und Pop-Hits. Highlights des Abends waren unter anderem kraftvolle Trompetensololäufe bei „I Can’t Stop Loving You“, die die Professionalität der Bigband eindrucksvoll unterstrichen und das Publikum mit ihrer guten Laune mitrissen. Schon beim mitreißenden Auftritt stimmte das Publikum aktiv mit ein, was dem Saal eine spürbare Euphorie verlieh.
Besonders stimmungsvoll war die musikalische Interpretation von „I Love Paris“, gesungen von Viola Bommer, bei der sich der Abend zu einer Art musikalischer Seebrise entwickelte: Die Worte schienen die Seine durch den Kurpark fließen zu lassen und den Pariser Charme nach Bad Wildbad zu tragen. Die Arrangements brachten die Zuhörer in beschwingte Stimmung, wobei auch das Publikum in das Konzertgeschehen integriert wurde.
„Men in the Mirror“ verbreitete zusätzlich eine mitreißende Atmosphäre, nicht zuletzt durch die gekonnt gesungenen Passagen von Blacky Schwarz, Viola Bommer und Nadja Hess, die dem Saal eine frische, moderne Note verliehen. Den Abschluss bildete der emotionale Höhepunkt mit Alicia Keys’ „Empire State of Mind“, der den Abend noch einmal elegant ausklingen ließ.
Die Grand Central Bigband überzeugte durch eine Mischung aus technischer Präzision, mitreißender Spielfreude und spürbarer Leidenschaft. Die Veranstaltung war sowohl für Jazz- als auch für Pop- und Soul-Fans ein Gewinn und ließ das Königliche Kurtheater als Ort lebendiger Musik in Erinnerung bleiben. (ah/red)


