Am vergangenen Sonntag hat der Konzertverein erneut zu einem Kammerkonzert in die Philippsburger Festhalle eingeladen. Zu Gast war das Fidelitas-Bläserquintett, bestehend aus den 5 Geschwistern der Familie Münchgesang: Margarethe Münchgesang – Flöte, Nordrun Münchgesang – Oboe, Luise Münchgesang – Klarinette, Ulrich Münchgesang – Horn und Oskar Münchgesang – Fagott und Kontrafagott.
Das Konzert war als Benefizkonzert für die 2 Philippsburger Kulturschaffenden Vereine „Musikverein Stadtkapelle Philippsburg 1925 e. V.“ und „Konzertverein Philippsburg e. V.“ angesetzt.
Der enorme Ansturm an Besuchern überraschte auch den Veranstalter, welcher „nur“ 100 Stühle aufgestellt hatte, diese musste fast verdoppelt werden.
Im ersten Programmteil standen zwei klassische Bläserquintette, das erste von Anton Reicha, der, so in der gut gelaunten Moderation von Margarethe Münchgesang ausgeführt, als der „Vater“ des Bläserquintettes gilt. Das zweite dann von Heinrich Kaspar Schmidt, welches schon in die spätromantische, fast modernen Richtung verwies. In beiden Werken überzeugte das Quintett: perfekte Intonation, technische Raffinesse gepaart mit spontaner Spielfreude.
Zwischen den beiden Quintetten gab es eine Sonate von Vivaldi, transkribiert für Solo-Kontrafagott (mit Begleitung von Flöte und Fagott). Hier konnte Oskar Münchgesang mit seinem wunderbar warmen und vollen Ton dieses nicht alltägliche Instrument dem Publikum näherbringen.
Nach der Pause wurde das Ensemble zunächst verdoppelt in der Serenade op. 104 von Salomon Jadassohn, im letzten offiziellen Programmpunkt, der wunderschönen spätromantischen Serenade op. 7 von Richard Strauss waren es dann sogar 13 Musiker auf der Bühnen. So der Vater des Quintetts, aber auch Söhne und Töchter und Partner: Bianca Altinger – Flöte, Luise Münchgesang – Oboe, Rosina Münchgesang – Klarinette, Dr. Dietrich Münchgesang – Horn. Georg Altinger – Horn, Lukas Münchgesang – Horn, Stefan Kalscheuer – Fagott und Jonathan Schwarzenberg – Fagott.
Das restlos begeisterte Publikum dankte mit anhaltendem Applaus und „Standing Ovations“ und erkämpfte sich so auch eine Zugabe.
HK


