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Grenzen gibt es nicht

Grenzen gibt es nicht: Theresa zeigt, was im Behinderten-Karate möglich ist und begeistert bei Deutscher Meisterschaft Was für eine Geschichte....
Theresa Hocher, Deutsche Vizemeisterin Behinderten Karate, Ralph PlagmannFoto: Ralph Plagmann

Grenzen gibt es nicht: Theresa zeigt, was im Behinderten-Karate möglich ist und

begeistert bei Deutscher Meisterschaft

Was für eine Geschichte. Was für eine Athletin. Und was für ein Signal für das Behinderten-Karate: Theresa beweist eindrucksvoll, dass wahre Stärke nicht durch Grenzen definiert wird, sondern durch den Mut, sie zu überwinden.

„Es ist kaum zu fassen, was Theresa in den vergangenen acht Jahren erreicht hat“, sagt Trainer Ralph Plagmann – und man spürt: Hier spricht nicht nur Stolz, sondern echte Bewunderung. Mit unerschütterlichem Willen, eiserner Disziplin und einem bemerkenswerten Trainingsfleiß kämpfte Theresa sich Schritt für Schritt nach oben. Erste Erfolge im Nachwuchsbereich vor vier Jahren waren nur der Anfang. 2025 dann der Durchbruch: Landesmeisterin von Baden-Württemberg im Behinderten-Karate – ein Meilenstein.

Doch Theresa wollte mehr.

In diesem Jahr verteidigte sie ihren Titel souverän gegen starke Konkurrenz und unter wachsendem Druck. Der Lohn: die Qualifikation für die „Deutsche Meisterschaft der Leistungsklasse und im Para-Karate“. In Ingolstadt trifft sich die Elite: 331 Karateka aus ganz Deutschland, darunter 36 im Behinderten-Karate. Mittendrin: Theresa.

Konzentriert, ruhig, bereit. Als sie die Matte betritt, ist die Anspannung greifbar – doch sie wandelt sich sofort in Präzision und Ausdruck. Mit beeindruckender Klarheit zeigt sie ihre immer wieder eingeübten Techniken. Jeder Schlag, jede Bewegung sitzen. Doch auf diesem Niveau entscheiden Nuancen. Ein minimal weniger spannungsgeladener Gyaku Zuki kostet entscheidende Zehntelpunkte. Am Ende unterliegt sie knapp der erfahrenen Lara Hemmann aus Berlin.

Und dennoch: Dieser zweite Platz ist weit mehr als nur ein Ergebnis.

„Dieser Erfolg zeigt, welches Potenzial im Behinderten-Karate steckt – und was möglich ist, wenn man daran glaubt“, betont Trainer Plagmann. Auch auf der Tribüne wird jede Sekunde mitgefiebert. Ihre Eltern erleben den Wettkampf hautnah – zwischen Nervosität, Hoffnung und schließlich überwältigender Freude. Aus Anspannung wird Stolz. Aus Momenten werden Erinnerungen.

Theresa selbst? Sie strahlt. Sie genießt diesen Augenblick und inspiriert gleichzeitig andere. Denn sie ist längst mehr als nur eine erfolgreiche Sportlerin: Sie ist ein Vorbild. Ein Beweis dafür, dass Behinderten-Karate nicht nur Teilhabe bedeutet, sondern echte Spitzenleistung.

Und eines ist sicher: Das war noch lange nicht das Ende ihrer Reise.

Ralph Plagann

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Friedrichshaller Rundblick
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Ausgabe 13/2026
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