Im März kommt zum ersten Mal das Mannheimer Nationaltheater zu einem „Digitalen Gastspiel“ ins Central. „Lucrezia Borgia“ von Gaetano Donizetti hat alles, was man sich von einer Oper wünschen kann: Liebe, Eifersucht, Neid, Gutes, Böses, Intrige, Machtgelüste, Vertuschung, Mord – kurz gesagt: „Sex and Crime“– und das Ganze in wundervolle Musik verpackt. Die Hauptfigur Lucrezia Borgia, berühmt-berüchtigte Tochter eines Papstes und Renaissancefürstin mit fragwürdigem Lebenswandel, ist Täterin und Opfer zugleich. Das Libretto der Oper entstand nach einem Stück von Victor Hugo. Uraufführung von Donizettis Meisterwerk war 1833 in der Mailänder Scala. Auf der Leinwand erleben die Besucherinnen und Besucher eine professionell gefilmte und fürs Kino aufbereitete Aufführung aus der aktuellen Saison im Mannheimer Nationaltheater. Zur Vorstellung am 15. März werden auch die Sopranistin Estelle Kruger, sie verkörpert die Lucrezia, und die Dramaturgin Eszter Orbán ins Central kommen und im Gespräch über ihre Arbeit berichten.
Bereits am 8. März, dem Weltfrauentag, ist die Regisseurin Cornelia Grünberg mit ihrer beeindruckenden Dokumentation „ACHTUNDZWANZIG-Der Weg entsteht im Gehen“ zu Gast im Central. Es ist ein Film über Mut, Entscheidungen und das Leben selbst. Wir zeigen die Doku in Kooperation mit der Volkshochschule Schwetzingen. Der Film ist Teil einer Langzeitstudie über vier junge Mütter, die im Alter von 14 Jahren schwanger wurden und sich für ihre Kinder entschieden. Jetzt sind sie 28 und blicken auf ihr bisheriges Leben zurück. Nach der Vorführung gibt es ein Gespräch mit der Filmemacherin Cornelia Grünberg.
Drei Geschichten um einen alten Ginkgo-Baum erzählt der Spielfilm „Silent Friend“ von Ildikó Enyedi. Die ungarische Regisseurin war damit im vergangenen Jahr im Hauptwettbewerb der Filmfestspiele in Venedig und auf vielen weiteren Festivals vertreten. „Für Filme wie diesen wurde das Kino erfunden“, so urteilte eine Kritikerin der Hessenschau. „Silent Friend“-Stiller Freund/ Stille Freundin wurde fast komplett im Botanischen Garten der Universität Marburg gedreht und spielt in den Jahren 1908, 1972 und 2020. Protagonisten der drei Geschichten sind ein Neurowissenschaftler aus Honkong, der eine Gastprofessur in Marburg hat, der Student Hannes, der in den 70ern die Natur beobachtet und Grete, die die erste Biologiestudentin in Marburg war. Dieser besondere Film ist am 5. und 16. März zu sehen.
Und noch ein Hinweis: wegen der großen Nachfrage zeigen wir „Extrawurst“ mit Hape Kerkeling und Christoph Maria Herbst zusätzlich am 24. März um 19.30 Uhr.
Das aktuelle Programm:
Do., 05.03. 19.30 Silent Friend
Fr., 06.03. 19.30 Mädelsabend: Du & Ich und alle reden mit
Sa., 07.03. 14.00 Charlie der Superhund
Sa., 07.03, 16.30 Die drei ???-Toteninsel
Sa., 07.03. 19.30 Extrawurst (fast ausverkauft)
So., 08.03. 18.00 Film mit Regisseurin: Achtundzwanzig. Koop.VHS
Mo., 09.03. 19.30 Hamnet
Mi., 11.03. 19.30 Männerkino: Rush-Alles für den Sieg
Do., 12.03. 19.30 Rental Family
Fr., 13.03. 19.30 Extrawurst
Sa., 14.03. 14.00 Die drei ??? – Toteninsel
Sa., 14.03. 16.30 Charlie der Superhund
Sa., 14.03. 19.30 Die progressiven Nostalgiker
So., 15.03. 11.00 Sunday Movies: Die kleine Glocke Bim rettet Ostern
So., 15.03. 18.00 Oper: Lucrezia Borgia /Einführung mit Sängerin Estelle Kruger
Mo., 16.03. 19.30 Silent Friend
Weitere Informationen finden Sie unter www.central-ketsch.de und auf Instagram. Viel Freude im Kino!


