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Fastnacht & Fasching

Große Prunksitzung am 31.01.2026

Aus dem Pforzheimer Kurier von Heinz Richter: Es war mal wieder alles für einen grandiosen unterhaltsamen Abend in der vollbesetzten Schwarzwaldhalle...
Foto: Narrenbund Schellau Schellbronn e.V.

Aus dem Pforzheimer Kurier von Heinz Richter:

Es war mal wieder alles für einen grandiosen unterhaltsamen Abend in der vollbesetzten Schwarzwaldhalle in Schellbronn bei der Prunksitzung des Narrenbundes Schellau enthalten: Gardetänze, Bütt, Tanzmariechen. Die Brunnengeister, die in dieser Faschingssaison 33-jähriges Jubiläum feiern, hatten ihren großen Auftritt mit Erlebnissen aus dem Gründungsjahr.

Am Anfang und am Schluss, beim Einmarsch und beim Finale sind alle Gruppen im Narrenbund auf der Bühne. Erhöht sitzt dort auch den ganzen Abend der Elferrat und in der Mitte Prinzessin Chantal mit der Schellau-Präsidentin Sandra Hehn. Bürgermeisterin Sabine Wagner kam im schwarzen Rabenmutterkostüm mit passendem Federhut.

Gekonnt führte wieder Philipp Jourdan als Moderator durchs Programm. Ganz am Anfang des Programms steht die kleine Garde. Die Jüngsten im Narrenbund sollen nicht allzu spät auf die Bühne kommen. 17 Mädels im Grundschulalter in silbernen Röckchen und weißen T-Shirts entführten die Gäste in eine ferne Galaxi und verzauberten das Publikum mit ihrem Showtanz. Fabienne Talmon, Mia Lamprecht und Nele Banschbach trainieren die kleine Garde.

Bei dieser Prunksitzung hatten die Jüngsten gleich darauf noch ihren zweiten Auftritt bei Büttenredner Ralf Pierny. Im vergangenen Jahr erzählte er in der Bütt noch über seine Erlebnisse als Kassierer beim Nachtumzug. Da ist er tatsächlich an einem der Eingänge anzutreffen. Dieses Mal ging es um die Dorfkinder. Da passte natürlich die Tanzeinlage der Kleinen. Ralf Pierny hatte sich verkleidet mit kariertem Hemd, grüner Arbeitshose, Hosenträger und natürlich Stiefel bis kurz unterm Knie. Er wusste kleine Geschichten über die Dorfkinder zu erzählen. Am Schluss tanzten die Kinder mit ihm nach der Melodie „Ich bin a Dorfkind“. Danach drei kräftige Schellau, Schellau, Schellau, die gab es an diesem Abend natürlich noch mehrfach.

Das mittlere Tanzmariechen wirbelte über die Bühne. Maila Sieben wird von Mia Lamprecht und Sina Machirus trainiert und bringt bei jeder Prunksitzung neue Kunststücke mit.

1992 wurden in Schellbronn die Brunnengeister gegründet und die feiern in dieser Saison dreimal elf Jahre. Nur die Schnapszahlen gelten bei den Narren als Jubiläumsjahre. Der Auftritt begann mit einem Stammtisch. „Lasst uns eine neue Gruppe gründen“, sagte einer und die anderen waren begeistert. Aber was für eine Gruppe? Gibt es bei uns einen Brunnen, fragte einer und die anderen meinten klar. Alle drei waren sich einig, wo es Brunnen gibt, gibt es auch Geister. Und schon war der Namen der Gruppe vorhanden: Brunnengeister. 25 Brunnen mitsamt ihren Geistern, so wird es im Dorf erzählt, gab es wohl einst in Schellbronn. „Lachen, tanzen und den Menschen Freude machen ist weiterhin unser Ziel“, erzählt einer. Der Orden dieser Saison ist auch den Brunnengeistern gewidmet. Auf dem Orden ist ein Brunnengeist abgebildet, der aus einem Brunnen winkt.

Nach dem Stammtisch tanzte eine Fee über die Bühne und auf ihr Hallo erschienen viele Brunnengeister im Häs und einer hielt ein großes Schild mit der 33 hoch. Zur Melodie „Wir haben gute Laune“ tanzten die Geister.

Seit dieser Saison hat der Narrenbund ein neues kleines Tanzmariechen: Leyla Balmer. Leyla ist erst sieben Jahre alt und geht in die erste Klasse der Grundschule in Steinegg. Sie gehört auch zur Leistungsturngruppe in Huchenfeld. Beim ersten Auftritt im Herbst wurde sie von ihrem Vater Manuel und vom Vater der Trainerin Malin Sayle, Tobias, auf die Bühne getragen. Beim zweiten Auftritt hatte sie schon Bühnenerfahrung und konnte alles alleine regeln.

Lilly Frick ist das große Tanzmariechen und das wird von Nina Dambrowski und Lisa Först trainiert. Für ihren Auftritt gibt es nur ein Wort „perfekt“.

Moderator Philipp Jourdan und Elferrat Nino Theurer kamen uniformiert als Feuerwehrmänner und gingen durch den Saal wegen einer Inspektion der Sicherheit. Alles Show.

Die Tanzteufel, fünf Frauen und vier Männer, sangen bekannte Lieder mit „etwas Alkohol“. Beispiel: „Ein bisschen Weißbier“ zur Melodie „Ein bisschen Frieden“.

Auch die große Garde, trainiert von Präsidentin Sandra Hehn, zeigte einen Showtanz und die mittlere Garde (Trainerin Sina Machirus und Lisa Bauser) kam als Wikinger aus dem Mittelalter mit einem Tanz auf die Bühne. Wie immer mit Höchstleistung das doppelte Tanzmariechen Lisa Quessel und Anika Schneider, die sich selbst trainieren.

Am Schluss wieder mal ein Auftritt des Männerballetts. Die gestandenen Männer, darunter auch Altbürgermeister Oliver Korz, kamen als Matrosen zur Melodie Titanic auf die Bühne.


Auch in diesem Jahr bedanken wir uns herzlich bei der Sparkasse Pforzheim Calw, Geschäftsstelle Neuhausen, für die großzügige Spende an Wurfmaterial.

Erscheinung
Mitteilungsblatt Gemeinde Neuhausen im Enzkreis
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Ausgabe 06/2026
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