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Großes Interesse bei der Begehung des Hinteren Heubergs

Am Sonntag kamen ungefähr 500 interessierte Personen zur offiziellen Begehung des Hinteren Heubergs bei weitgehend trockener Witterung. Die Gemeinde hatte...
Interessierte Bürgerinnen und Bürger bei der Begehung am Hinteren Heuberg. Gut 500 Bürger kamen.Foto: Pro WindEnergie Weingarten

Am Sonntag kamen ungefähr 500 interessierte Personen zur offiziellen Begehung des Hinteren Heubergs bei weitgehend trockener Witterung. Die Gemeinde hatte hierzu eingeladen. Nach einer Begrüßung durch den Bürgermeister Eric Bänziger übernahm eine Mitarbeiterin von Endura kommunal die Leitung der Veranstaltung. Neben ihr und einem Kollegen war noch unsere Försterin, Elena Motschilnig, sowie jeweils ein Vertreter des Nachbarschaftsverbands Karlsruhe sowie des NABU und BUND anwesend.

Baumaßnahmen

Man startete im Mauertal und ging dann gemeinsam zu zwei möglichen Standorten im Wald, um sich über die Umweltverträglichkeit sowie viele andere Fragen der Anwesenden zu informieren.

Die Expertinnen und Experten beschrieben zunächst die Baumaßnahmen für die Aufstellung der Anlagen. Insbesondere wurde deutlich, dass eine Wegbreite für die Aufstellung der Anlagen, die nach einem Jahr beendet sein sollten, von knapp über 5 Metern ausreicht. Dies bedeutete, dass der Weg im Mauertal kaum zu verbreitern wäre, da er bereits in weiten Teilen 5 Meter Breite aufweist.

Im weiteren Verlauf müssten die Wege zum Wald hingegen verstärkt werden. Die Wege würden aber voraussichtlich nur geschottert und nicht versiegelt. An der Baustelle selbst würde dann mit einem Radius von 80 Metern der Wald (dauerhaft) gerodet und ein Flachfundament mit einem Durchmesser von 25 Metern und von ca. 4 m Tiefe erstellt (welches am Ende der Nutzung wieder zurückgebaut werden muss).

Die Qualität des Waldes

In Bezug auf die Qualität des Waldes waren sich alle anwesenden Expertinnen und Experten einig, dass diese beiden Stellen keinen wirklich erhaltenswerten Wald darstellen, sondern eher darauf hingewirkt werden sollte, dass der Wald dort oben im Generellen verbessert werden müsste. Hier könnte die Gemeinde, falls sie Pächterin wäre, gerne auf den Betreiber der Anlagen einwirken, dass er sich hieran finanziell beteiligen könnte. Dies sei durchaus üblich. Darüber hinaus wurde betont, dass der Klimawandel dem Wald hier oben viel mehr zusetzen würde, wie die Abholzung der vergleichsweisen kleinen Flächen von ca. 0,5 Hektar pro Anlage. Es wurde auch hervorgehoben, dass die Windräder mit hoher Wahrscheinlichkeit sowieso gebaut würden. Bei einer Annahme des Bürgerentscheids (mit Ja-Stimmen) würden die nicht vernachlässigbaren Pachteinnahmen in die Gemeindekasse fließen, bei Ablehnung aber an Privatleute gehen.

Nach über zwei Stunden kompakter Informationen wurde die Veranstaltung beendet.

Pro WindEnergie Weingarten PJ

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Weingartener Woche
Ausgabe 09/2026
von Pro-Windenergie WeingartenRedaktion NUSSBAUM
23.02.2026
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