Wenn eine Intensivstation evakuiert werden muss und gleichzeitig ein Brand ausbricht, müssen zahlreiche Akteure Hand in Hand arbeiten. Wie dieses Zusammenspiel funktioniert, wird am Samstag, 20. Juni, bei einer groß angelegten Notfallübung auf dem Gelände der medius KLINIK NÜRTINGEN realitätsnah trainiert. Die Übung beginnt um 10 Uhr und endet voraussichtlich gegen 14 Uhr.
Beteiligt sind neben den medius KLINIKEN die Integrierte Leitstelle Esslingen sowie mehrere Rettungsdienste und Feuerwehren aus dem Landkreis Esslingen. Darüber hinaus werden auch die Klinikstandorte in Kirchheim und Ostfildern-Ruit aktiv in das Szenario eingebunden.
Das Übungsszenario: Wasserrohrbruch, Evakuierung und Brand
Die Notfallübung orientiert sich an einer komplexen Schadenslage, wie sie auch in der Realität eintreten könnte: Ausgangspunkt ist ein simulierter Wasserrohrbruch auf der Intensivstation der medius KLINIK NÜRTINGEN. Die Folge: Die Station muss innerhalb kürzester Zeit geräumt werden. Mehrere intensivpflichtige Patientinnen und Patienten – darunter auch beatmete Personen – werden im Rahmen der Übung dargestellt und müssen in andere Bereiche beziehungsweise an andere Klinikstandorte verlegt werden.
Im weiteren Verlauf führt der angenommene Wasserschaden zu einem technischen Defekt und schließlich zu einem Brand. Dadurch wird zusätzlich die Evakuierung einer Normalstation erforderlich. Insgesamt müssen zahlreiche Patientinnen und Patienten unter realitätsnahen Bedingungen versorgt, transportiert und auf andere Bereiche verteilt werden. Zum Einsatz kommen dabei sowohl Simulationspuppen als auch Darstellerinnen und Darsteller.
Zusammenarbeit über Klinik- und Organisationsgrenzen hinweg
Im Mittelpunkt der Übung steht das koordinierte Zusammenwirken aller beteiligten Organisationen. Geprobt werden unter anderem die standortübergreifende Patientenversorgung innerhalb der medius KLINIKEN, die Zusammenarbeit zwischen Klinik, Leitstelle, Rettungsdiensten, Feuerwehr und Polizei sowie die Bewältigung einer komplexen Einsatzlage unter hohem Zeitdruck. Das Szenario wurde bewusst anspruchsvoll gestaltet, um Abläufe zu überprüfen und mögliche Schwachstellen zu erkennen.
„Solche Übungen sind ein wichtiger Bestandteil der Notfallvorsorge. Sie ermöglichen es, Abläufe unter möglichst realistischen Bedingungen zu testen, Schnittstellen zu überprüfen und Erkenntnisse für den Ernstfall zu gewinnen“, erklärt Dr. Heiner Stäudle, Chefarzt der Klinik für Akut- und Notfallmedizin und verantwortlicher Organisator der Übung.
Mögliche Verkehrsbeeinträchtigungen rund um den Säer
Aufgrund der Vielzahl an Einsatzfahrzeugen und der realitätsnahen Darstellung kann es am Samstagvormittag im Bereich des Klinikgeländes auf dem Säer zeitweise zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen. Davon kann insbesondere auch der Omnibusverkehr betroffen sein. Die Bevölkerung wird deshalb um Verständnis gebeten.
Sirenen und Blaulicht sind Teil der Übung
Wichtig ist auch der Hinweis an die Bevölkerung im Raum Nürtingen: Während der Übung werden zahlreiche Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht unterwegs sein. Auch Martinshörner und andere Einsatzsignale können zu hören sein. Es besteht jedoch zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Bevölkerung. Sämtliche Maßnahmen stehen im Zusammenhang mit der geplanten Notfallübung.
Die Organisatoren bitten daher darum, sich nicht durch das erhöhte Einsatzaufkommen beunruhigen zu lassen und den Einsatzkräften ausreichend Raum für die Durchführung der Übung zu geben.


