Steigende Temperaturen und intensivere Hitzewellen infolge des Klimawandels stellen insbesondere für ältere und pflegebedürftige Menschen eine ernsthafte gesundheitliche Belastung dar. Da im Alter das Durstgefühl nachlässt und die körpereigene Temperaturregulation weniger effizient arbeitet, ist eine frühzeitige Aufklärung entscheidend. Vor diesem Hintergrund luden die Pflegestützpunkte des Landkreises Karlsruhe am 28. April im Rahmen der Vortragsreihe „Perspektiven des Älterwerdens“ ins Familienzentrum Langenbrücken ein.
Die Referentinnen Jasmin Schneele und Barbara Koch vom Gesundheitsamt Karlsruhe informierten umfassend über Risiken und präventive Maßnahmen. Ein zentraler Aspekt war der Umgang mit Medikamenten: Hitze kann deren Wirksamkeit beeinträchtigen (z. B. schmelzende Zäpfchen) oder in Kombination mit starkem Flüssigkeitsverlust die Nierenfunktion belasten. Zudem erhöhen einige Präparate die Lichtempfindlichkeit der Haut. Eine kühle Lagerung gemäß Beipackzettel ist daher unerlässlich.
Oft werden Warnsignale wie Schwindel oder Erschöpfung unterschätzt. Um Kreislaufproblemen vorzubeugen, ist eine bewusste Anpassung des Alltags notwendig:
Der Vortrag verdeutlichte, dass viele Menschen ihre eigene Zugehörigkeit zur Risikogruppe nicht kennen. Ein bewusster Umgang mit Hitze und kleine Anpassungen im Alltag sind der beste Schutz, um die warme Jahreszeit gesund zu genießen. (ab)


