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Bildung

Hannah Wiggers an der Realschule Hockenheim

Seit diesem Schuljahr unterstützt Hannah Wiggers (21) als Fremdsprachenassistentin den Englischunterricht an der Realschule (THR) Hockenheim.
Hannah Wiggerszeigt auf einem Globus England und hält in der anderen Hand Billy, das ogo des Bili-Zugs
Hannah Wiggers war ein halbes Jahr Fremdsprachenassistentin an der Theodor-Heuss-RealschuleFoto: Robin Pitsch

In Großbritannien studiert sie Deutsch und Spanisch und sammelt im Rahmen ihres Auslandsjahres praktische Unterrichtserfahrungen. (rp)

Hannah, wer bist du und was machst du hier an unserer Schule?
Hannah Wiggers:Ich studiere in Durham Deutsch und Spanisch und möchte später Lehrerin werden. Die Arbeit als Fremdsprachenassistentin ist der Praxisteil meines Auslandsjahres. Insgesamt bin ich acht Monate in Deutschland.

Wie bist du an die THR Hockenheim gekommen?
Hannah Wiggers: Über den Pädagogischen Austauschdienst konnte ich Süddeutschland wählen und bekam die Zusage für Hockenheim. Inzwischen wohne ich hier und fühle mich sehr wohl.

Du arbeitest mit den Bilingualklassen – wie erlebst du das?
Hannah Wiggers: Das Konzept finde ich großartig. So etwas gibt es in England nicht. Die Schülerinnen und Schüler nutzen Englisch in Fächern wie Geschichte oder Biologie – die Sprache wird zum Werkzeug und nicht nur aus dem Buch gelernt.

Was machst du konkret im Unterricht?
Hannah Wiggers: Ich arbeite mit den Klassen 5 bis 10, spiele Sprachspiele, übe das Sprechen und vermittle britische Kultur. In einer kleinen Englisch-AG sprechen wir viel Englisch und beschäftigen uns z. B. mit „Macbeth“. Wichtig ist mir eine lockere Atmosphäre, in der man sich traut zu sprechen.

Welche Erfahrungen nimmst du mit?
Hannah Wiggers: Ich habe viel über Unterrichtsmethoden, Materialien und Zusammenarbeit im Kollegium gelernt. Besonders spannend war die Vorbereitung auf Kommunikationsprüfungen.

Gab es auch Herausforderungen?
Hannah Wiggers: Am Anfang hatte ich Sorge wegen meines Deutschs, wurde aber sehr verständnisvoll aufgenommen. Außerdem ist jede Klasse anders – manche sind lebhafter, andere ruhiger.

Begegnen dir Schülerinnen und Schüler auch außerhalb der Schule?
Hannah Wiggers: Ja, sogar beim Einkaufen sprechen mich manche auf Englisch an. Das zeigt, dass die Hemmschwelle sinkt.

Was war deine schönste Erfahrung hier?
Hannah Wiggers: Am schönsten ist es, wenn Schülerinnen und Schüler mehr Mut bekommen und plötzlich anfangen, Englisch zu sprechen.

Bilingual- und Englischlehrerin Ulrike Montag ergänzt: Hannah ist ein authentisches sprachliches Vorbild und eine große Bereicherung für die Schule. Wenn die Kinder sie sehen, sprechen sie automatisch Englisch. Leider bleibt sie nur bis Ende Februar.

Erscheinung
Hockenheimer Woche
Ausgabe 09/2026
von Theodor-Heuss-RealschuleRedaktion NUSSBAUM
23.02.2026
Orte
Hockenheim
Kategorien
Bildung
Panorama
Schulen