Wieder einmal startete der Jahrgang 1951 Neckarsulm zu einer Reise. Dieses Mal ging es in den Harz.
Hier fand seit Alters her der Abbau von Silber, Kupfer, Zink und Blei statt.
Auf der Hinfahrt gab es einen Stopp in Fulda zur Besichtigung des Deutschen Feuerwehr-Museums, mit einer Reise durch die Geschichte des Brandschutzes, von den Frühmenschen und ihren Erfahrungen mit Feuer bis über die Versuche der Feuervermeidung im Mittelalter und der Verbindung von Technik und Mensch in der Neuzeit.
Weiter ging es zum Hotel in Braunlage.
Der nächste Tag begann mit der Fahrt mit der legendären Brockenbahn von Wernigerode zum Brockenbahnhof, dem höchstgelegenen Bahnhof Deutschlands.
Die restlichen Höhenmeter zum Gipfel und dem Brockenhaus, dem Nationalparkzentrum des Harzes, ging es zu Fuß weiter. Auch hier gab es eine sehr interessante Führung, mit Informationen über Geschichte und Entstehung sowie Funktion und Nutzung zu DDR-Zeiten, rein militärisch durch sowjetische Soldaten, Staatssicherheit und Grenztruppen.
Inzwischen hatte sich auch der auf dem Brocken fast übliche Nebel gelichtet und alle konnten die grandiose Aussicht über den Harz und sein Vorland genießen.
Nach der Rückkehr mit der Bahn konnte bei einer Führung Wernigerode entdeckt werden, z.B. das schöne Fachwerk in der Innenstadt, der historische Marktplatz, das „Schiefe Haus“ usw.
Am dritten Tag ging die Fahrt mit dem Reiseleiter nach Quedlinburg, UNESCO-Welterbe und schönste Fachwerkstadt Deutschlands, ca. 1.100 Jahre alt. Über 2.000 Fachwerkhäuser aus acht Jahrhunderten stehen hier.
Im Anschluss an eine kurze Mittagspause ging es ins Wanderparadies Harz und den Harzer Hexenstieg. Im berauschenden Bodetal, dem „Grand Canyon“ des Harzes, zwischen Thale und Treseburg gab es einen Imbiss, bevor es zurück zum Hotel ging.
Am Tag danach folgte die ‚Westseite‘ des Harzes, Goslar, ebenfalls UNESCO-Weltkulturerbe, mittelalterliche Handelsmetropole und Machtzentrum deutscher Kaiser („Kaiserpfalz“), mit einer mehr als tausendjährigen Geschichte. Auch hier gab es eine interessante Stadtführung.
Anschließend weiter zu einer Harz-Panoramafahrt über die Okertalsperre und durch die schönsten Harzer Orte. Das neue Ausflugsziel, der Harzturm mitten in der Harzer Landschaft mit 65 m Höhe, lud zu einem Halt ein. Nach dem Aufstieg auf die Aussichtsplattform mit 604 Stufen (Aufzug war defekt) bot sich ein atemberaubendes Panorama auf den Brocken und den Nationalpark Harz. Unterwegs gab es noch einen Halt zu Kaffee und köstlichem Windbeutel in einer Harzer Lokalität.
Im Nu war auch schon die schöne Zeit vorbei. Am letzten Tag ging es auf der Heimfahrt noch nach Rübeland zu den einzigartigen Harzer Tropfsteinhöhlen, die zu den ältesten und bekanntesten Schauhöhlen in Deutschland zählen, von denen schon Goethe begeistert war.
Nach einem gemütlichen Abschluss in Heimatnähe verabschiedeten sich die Teilnehmer mit vielen neuen Eindrücken.
Autorin: G. Füller