
Bei einer Flugshow der Greifenwarte der Burg Guttenberg ist der junge Seeadler Romeo davongeflogen - seitdem fehlt von dem Vogel jede Spur. Die Greifenwarte in Haßmersheim im Neckar-Odenwald-Kreis sucht nun nach dem Seeadler und bittet um Hinweise, wie eine Mitarbeiterin der Greifenwarte mitteilte. Zuvor hatte der SWR darüber berichtet.
Romeo sei am Ostermontag bei einer Flugshow von Krähen angegriffen worden. Deshalb sei der Jungvogel erschrocken davongeflogen, berichtete die Mitarbeiterin.
Die Vögel der Greifenwarte seien zwar alle mit einem Sender ausgestattet, mit dem man ihre Position orten könne. An Romeos Sender sei inzwischen aber die Batterie leer. Bei der letzten Ortung am Montagabend habe er sich noch ganz in der Nähe der Vogelwarte befunden.
Wer den Seeadler sieht, sollte bei der Greifenwarte anrufen oder eine Mail schreiben. Romeo falle vor allem durch seine Größe auf - er hat laut Mitarbeiterin eine Flügelspannweite von rund zwei Metern. Außerdem trägt der dunkle Vogel Bänder an den Füßen, an denen die Greifvögel festgebunden werden.
Bei einer Sichtung würden Mitarbeiter der Greifenwarte anrücken und versuchen, Romeo mit Futter zu locken. Eine Vermutung, wo der Adler sein könnte, habe man nicht. Seeadler könnten in kürzester Zeit sehr weit fliegen. Es könnte also auch sein, dass er seit Montag schon Deutschland durchquert habe. «Wir haben schon Tiere aus Hamburg abgeholt», sagte die Sprecherin. Genauso sei es aber möglich, dass sich Romeo noch ganz in der Nähe der Greifenwarte aufhalte.
Es komme dort öfter vor, dass Vögel einen kleinen Ausflug machen. Bei Altvögeln sei das auch nicht so schlimm, die fänden den Weg wieder zurück. Doch Romeo sei ein Jungtier - verängstigt und unerfahren. Deshalb machten sich die Mitarbeiter Sorgen um ihn.



