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Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Bad Herrenalb - Teil 2

(SZ) Ausblick: große Projekte und strukturelle Neuerungen Im Ausblick machte der Kommandant deutlich, dass die kommenden Jahre von mehreren langfristigen...
Gruppe von neun Personen, davon sechs in Feuerwehruniform mit Medaillen und Urkunden, stehend in einem Saal vor einem Banner der Feuerwehr Bad Herrenalb.
Ehrungen-JHV-2025: (v.l.:) Martin Fackiner (Feuerwehrkommandant), Bürgermeister Klaus Hoffmann, Frieder Schmid (40 Jahre Mitgliedschaft), Stefan König (40 Jahre Mitgliedschaft), Markus Merkel (40 Jahre Mitgliedschaft), Manfred Hädinger (50 Jahre Mitgliedschaft), Markus Fritsch (Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Calw) und Volker Renz (stellv. Kreisbrandmeister des LK Calw).Foto: Sabine Zoller

(SZ) Ausblick: große Projekte und strukturelle Neuerungen

Im Ausblick machte der Kommandant deutlich, dass die kommenden Jahre von mehreren langfristigen Projekten geprägt sein werden. An erster Stelle steht der Neubau des Feuerwehrhauses Bernbach. Ziel sei es, bis Jahresende ein geeignetes Grundstück zu erwerben. Für die Fläche sei ein Bebauungsplan notwendig, anschließend folge die Ausschreibung der Objektplanung. Der tatsächliche Einzug wird nach derzeitigen Planungen frühestens 2029/2030 erwartet.

Eng damit verbunden ist die dringend notwendige Ersatzbeschaffung des LF 8/6 der Abteilung Bernbach. Das Fahrzeug befinde sich mittlerweile im 25. Dienstjahr; die Hoffnung sei groß, dass es noch bis zum 30. Jahr durchhalte.

Für die Abteilung Stadt steht zudem die Ausschreibung der Drehleiter DLK 23/12 zwischen 2025 und 2026 an.

Ein wichtiger organisatorischer Schritt ist die geplante Schaffung einer Vollzeitstelle für den Gerätewart. „Wir können nicht allen unseren Verpflichtungen nachkommen, die erfüllt werden müssen. Wir brauchen jemanden für die Geräte.“ Die Anforderungen an Dokumentation, Prüfungen und technische Betreuung seien in den vergangenen Jahren enorm gestiegen. Der Kommandant dankte den vier derzeitigen Gerätewarten, die diese Aufgaben im Minijob stemmen. „Ohne deren Engagement wäre ein geordneter Betrieb kaum möglich.“

Um die Feuerwehr organisatorisch noch effizienter aufzustellen, stellte der Kommandant zudem ein neues Konzept zur Neustrukturierung der Arbeits- und Projektgruppen vor. „Um die Feuerwehr weiterzuentwickeln, müssen klare Ziele definiert werden.“

Künftig sollen feste Arbeitsgruppen wiederkehrende Aufgaben übernehmen, beispielsweise in Einsatztaktik, Öffentlichkeitsarbeit und IT/Verwaltung. Ergänzend gibt es zeitlich begrenzte Projektgruppen für spezielle Themen wie das Waldbrandkonzept oder die Einsatzstellenhygiene. Die Besetzung erfolgt auf Vorschlag des Abteilungsausschusses unter Berücksichtigung der Qualifikation; die endgültige Entscheidung trifft der Kommandant. Jede Gruppe soll aus drei Mitgliedern bestehen, je einer Vertreterin oder einem Vertreter pro Abteilung, um schlanke und schlagkräftige Strukturen zu gewährleisten.

Ehrungen und Grußworte

Im weiteren Verlauf der Versammlung fanden verschiedene Ehrungen sowie abschließende Grußworte statt, in denen die Bedeutung des Ehrenamts und die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Feuerwehr nochmals hervorgehoben wurden.

Volker Renz, stellvertretender Kreisbrandmeister des Landkreises Calw, thematisierte die Herausforderungen in Führungsfunktionen und Nachwuchsarbeit. Er betonte, dass die „Halbwertszeit“ solcher Positionen begrenzt sei und die hohe Mobilität vieler Kameradinnen und Kameraden die Tagesverfügbarkeit beeinträchtige. Für die Zukunft sei es entscheidend, genügend Freiwillige zu gewinnen und die Feuerwehr attraktiv zu gestalten. Renz hob zudem hervor, dass der Frauenanteil gestärkt werden müsse.

Markus Fritsch, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Calw, unterstrich die Bedeutung von Investitionen in die Feuerwehr. „Wir sind diejenigen, die im Landkreis in der ersten Reihe stehen, wenn es darauf ankommt“, erklärte Fritsch. Spätestens seit den Ereignissen im Ahrtal sei klar, dass Katastrophen jeden Ort treffen könnten. „Und wenn es passiert, müssen wir stark sein.“ Jeder investierte Euro sei ein richtiger und wichtiger Beitrag für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger.

Im Rahmen der Hauptversammlung wurden zahlreiche Feuerwehrmitglieder für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet.

Für 15 Jahre Mitgliedschaft und das Bronzene Ehrenzeichen erhielten 14 Kameradinnen und Kameraden ihre Medaille. Dazu gehören: Lena Herrmann, Marvin Hädinger, Julia Keller, Sascha Kolb, Dennis Mann, Sofie Moser, Luca Schubert, Michael Walburger, Jens Walburger, Andreas Weiß, Fabian Weißinger, Tobias Weißinger, Denise Wetzel und Max Wildemann. Insgesamt summieren sich diese Dienstzeiten auf beeindruckende 210 Jahre.

Für 25 Jahre Zugehörigkeit und das Ehrenzeichen in Silber wurden drei Mitglieder der Abteilung Stadt geehrt: Christian Pribbernow, Eduard Gräßle und Andreas Manske. Die Auszeichnung würdigte ihre langjährige Zuverlässigkeit und ihren kontinuierlichen Einsatz für die Feuerwehr und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger.

Für 40 Jahre Mitgliedschaft erhielten fünf Kameraden das Ehrenzeichen in Gold: Frieder Schmid und Stefan König von der Abteilung Stadt sowie Markus Merkle, Andreas Vischer und Matthias Wacker von der Abteilung Neusatz-Rotensol. Ihre jahrzehntelange Erfahrung und ihr beständiges Engagement stellen eine wertvolle Stütze für die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr dar.

Für 50 Jahre aktiven Dienst erhielt Manfred Hädinger von der Abteilung Stadt die Sonderstufe in Gold. Der Kommandant würdigte Hädinger als jemanden, „der immer da ist, wenn man ihn braucht“, und hob damit sein herausragendes Engagement für die Feuerwehr und die Gemeinde besonders hervor.

Erscheinung
Amtsblatt der Stadt Bad Herrenalb
NUSSBAUM+
Ausgabe 48/2025
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