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Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Oppenweiler am 16. Januar 2026

Die diesjährige Hauptversammlung begann Kommandant Steffen Kolleth mit dem Unfallereignis vom sechsten Januar, bei dem drei Feuerwehrmänner und zwei...
Gruppenbild von Feuerwehrleuten in Ausgehuniform vor einem Feuerwehrfahrzeug.
Hinten: Christoph Zwickel, Andrea Müller, Julian Schwinghammer, Benjamin Schieber, Marc Lehnert Vorne: Kommandant Steffen Kolleth, stellv. Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzender Joachim Stocker, Steffen Ellinger, Lea Boss, Felix Mayer, Dirk Sanwald, Tobias Augustin, Bürgermeister Bernhard BühlerFoto: Daniel Reichert

Die diesjährige Hauptversammlung begann Kommandant Steffen Kolleth mit dem Unfallereignis vom sechsten Januar, bei dem drei Feuerwehrmänner und zwei Mitarbeiter des Rettungsdienstes sowie der zu rettende Patient verletzt wurden, weil die Treppe eingestürzt war. Der durch diverse Medien publik gemachte Einsatz gehörte zwar nicht zum Berichtsjahr, durfte jedoch nicht ungenannt bleiben. Einer der verletzten Feuerwehrangehörigen, der bereits aus dem Krankenhaus entlassen worden war, konnte noch nicht an der Versammlung teilnehmen. Für ihn wurde ein Livestreaming eingerichtet, sodass er sie von zu Hause mitverfolgen konnte.

Kommandant Kolleth zählte 52 Feuerwehrangehörige, wovon bedauerlicherweise derzeit lediglich 41 einsatzklar sind; nachts nur ganze 36, da die Wehr über fünf sog. Tagesausrücker verfüge. Das sind Feuerwehrleute aus anderen Kommunen, die in Oppenweiler arbeiten und der Feuerwehr Oppenweiler nur zur Tageszeit als Einsatzkräfte zur Verfügung stehen. Da sich die Soll-Personalstärke, die ein Gutachter im festgeschriebenen Feuerwehrbedarfsplan mit Stand 2023 festgestellt hatte, an der dreifachen Zugstärke orientiert, sei dies eine geringe Anzahl von Einsatzkräften für die Wehr. Trotzdem steht die Feuerwehr personell gut da; denn in Sachen Aus- und Fortbildungen wurden einige Lehrgänge besucht und auch die Prüfung des Leistungsabzeichens in Silber wurde im vergangenen Jahr von zwei Kameraden mit Erfolg erreicht. Materiell laufen derzeit mehrere Projekte. Ganz vorn steht das neue Löschgruppenfahrzeug LF10, das in diesem Jahr geliefert und im Rahmen eines Feuerwehrfestes offiziell an die Feuerwehr übergeben wird.

Die Einsätze 2025 stellte Kolleth als nicht zu sehr komplex dar. Dennoch waren 26 Einsätze zu verzeichnen, die anforderungsmäßig breit gefächert gewesen seien. Dabei zählten neben der klassischen Brandbekämpfung technische Hilfe und Unterstützungseinsätze für Nachbarwehren durch die Mitglieder der Führungsgruppe Oberes Murrtal. In einem Zwischenfazit der vergangenen drei Jahre, der Amtszeit des Kommandanten und seiner Stellvertreter, nannte er zahlreiche Projekte, was den Anwesenden bewusst machte, wie viel Zeit der Kommandant und seine Stellvertreter investieren. So konnte Kolleth auch Verständnis auf Kritik in Bezug auf die Anwesenheit der Führungsspitze bei den regulären Übungen und Unterrichten erreichen.

Jugendfeuerwehrwart Julian Schwinghammer berichtete wieder von einigen Aktionen, die den Jugendlichen geboten wurden. So waren neben den 22 regulären Übungs- und Unterrichtsdiensten ein sog. 14-Stunden-Tag, bei dem der Tagesablauf einer Berufsfeuerwehr nachgestellt wurde. Hier wurden verschiedene Einsatzszenarien gestellt, welche von den Jugendlichen gemeistert werden mussten. Weiter wurde wieder eine Leergutsammelaktion durchgeführt und der Jahresabschluss führte im letzten Jahr nach Stuttgart zu einer Kartbahn, wonach der Tag mit einem gemeinsamen Grillen beim Feuerwehrhaus beendet wurde.

Altersobmann Walter Wolf gab bekannt, dass die derzeit 18 Kameraden der Altersabteilung ein Durchschnittsalter von 74,8 Jahren aufweisen. Die meisten können bei den Zusammenkünften teilnehmen. Hier werden bei kleinen Vespern nette Gespräche abgehalten. Außerdem habe Wolf selbst beim Treffen der Kreis-Obmänner in Kaisersbach teilgenommen. Weiterhin wirkten einige Alterskameraden beim Jubiläum des Feuerwehrmuseums in Winnenden mit. Auch waren einige der ehemaligen Oppenweiler Einsatzkräfte beim Jahresabschluss der Kreis-Obmänner in Winnenden, um sich dort mit Alterskameraden anderer Gemeinden auszutauschen.

Der neu gewählte Vorsitzende des DRK Ortsvereins Oppenweiler Thomas Wieland lobte in seinem Grußwort die Zusammenarbeit, wobei ganz offensichtlich ein gutes Verhältnis zwischen den beiden Organisationen herauszuhören war. Auch den DRK-Kameraden ging der Unfall des Januareinsatzes nah. Wieland wünschte den verletzten Feuerwehrleuten gute Besserung. Als eine sehr kameradschaftliche Geste übergab er zusammen mit dem weiteren Vorstandsmitglied des DRK Jan Mahne den drei verletzten Feuerwehrleuten ein Genesungspräsent.

Im Anschluss berichtete Bürgermeister Bernhard Bühler über seine Erlebnisse mit der Feuerwehr in den letzten Jahren, da diese Hauptversammlung seine letzte sei; denn seine Amtszeit ende in ein paar Wochen. Er bedankte sich bei der Führung und bei allen anderen Angehörigen für ihre Leistungen. Dank sei jedoch auch die schärfste Form der Bitte und er appellierte, dass alle ihrem Dienst nachkommen sollten. Der Dienst werde immer komplexer, was regelmäßiges Üben erfordere. Besonders dankte er der Jugendleitung, da sich diese um die Zukunft der Feuerwehr kümmere. Auch Bürgermeister Bühler, der selbst 20 Jahre bei der Feuerwehr Oppenweiler war, erwähnte den o. a. Unfall, wünschte den Verletzten beste Genesung und versprach, dass die Gemeinde alles in ihrer Macht Stehende tun werde, um die Verletzten zu unterstützen. Kommandant Steffen Kolleth schloss sich an, da die gute Zusammenarbeit auf beiden Seiten beruhe und überreichte Bühler mit seinem Stellvertreter Tobias Augustin zum Abschied ein Geschenk.

Ein weiteres Geschenk erhielt Dirk Sanwald. Er war 16 Jahre Gerätewart und leistete unzählige Stunden, in der Regel jeden Montagabend, und sorgte mit einem Team dafür, dass alle Maschinen und Geräte gewartet, repariert und gepflegt wurden. Steffen Kolleth dankte Sanwald im Namen der gesamten Wehr für seine Leistungen, die er auch oft außerhalb der Dienstzeit mit sehr viel Geduld und Sorgfalt erbrachte. Nachfolger von Dirk Sanwald ist seit Ende letzten Jahres Robin Diehm.

Benjamin Schieber und Julian Schwinghammer wurden von Bürgermeister Bühler zum Oberfeuerwehrmann und Felix Mayer sowie Lea Boss zum Hauptfeuerwehrmann, bzw. Hauptfeuerwehrfrau befördert. Löschmeister darf sich nun Marc Lehnert nennen. Anschließend wurden mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber für 25 Jahre aktiven Einsatzdienst Andrea Müller, Jens Reichert, Dirk Sanwald und Michael Wöllhaf geehrt. Eine besondere Ehrung nahm der stellvertretende Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzende Joachim Stocker vor. Er verlieh dem ehemaligen Kommandanten Steffen Ellinger das Ehrenzeichen des Kreisfeuerwehrverbands in Gold für sein jahrelanges Engagement; vorangestellt die über 20-jährige Tätigkeit als Kreisausbilder für Sprechfunk.

Erscheinung
Die Brücke – Amtliches Bekanntmachungsblatt der Gemeinde Oppenweiler
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Ausgabe 04/2026
Dieser Inhalt wurde von Nussbaum Medien weder erfasst noch geprüft. Bei Beschwerden oder Anmerkungen wenden Sie sich bitte an den zuvor genannten Erfasser.
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