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//Haushalt 2026 genehmigt//

Landratsamt fordert Sparkurs von Bad Wildbad Es ist amtlich: Die Stadt Bad Wildbad kann mit ihrem Haushaltsplan für das Jahr 2026 arbeiten. Wie die...
Rathaus Bad Wildbad
Blick auf das Bad Wildbader Rathaus: Trotz der Haushaltsgenehmigung für 2026 steht die Stadtverwaltung vor der anspruchsvollen Aufgabe, einen soliden Konsolidierungskurs zu finden.Foto: Maren Moster

Landratsamt fordert Sparkurs von Bad Wildbad

Es ist amtlich: Die Stadt Bad Wildbad kann mit ihrem Haushaltsplan für das Jahr 2026 arbeiten. Wie die Verwaltung in der jüngsten Gemeinderatssitzung bekannt gab, hat das Landratsamt Calw als Rechtsaufsichtsbehörde grünes Licht für das Zahlenwerk gegeben. Doch die Genehmigung ist mit einer deutlichen Mahnung aus dem Kreishaus verbunden.

Die nackten Zahlen: Ein dickes Minus im Ergebnishaushalt

Trotz der Genehmigung zeigt der Blick in die Kasse eine angespannte Lage. Der Ergebnishaushalt, der die laufenden Erträge und Aufwendungen der Stadt abbildet, schließt mit einem satten Fehlbetrag ab:

Ordentliche Erträge: 36,61 Millionen Euro

Ordentliche Aufwendungen: 43,79 Millionen Euro

Veranschlagtes Gesamtergebnis: - 7,18 Millionen Euro

Dieses Defizit bedeutet, dass die Stadt im laufenden Betrieb deutlich mehr Geld ausgibt, als sie einnimmt.

Investitionen und Kredite

Um wichtige Projekte voranzutreiben, setzt die Stadt weiterhin auf Investitionen. Damit diese finanziert werden können, hat das Landratsamt folgende Rahmenbedingungen genehmigt:

Kreditaufnahmen: 8,64 Millionen Euro für Investitionsmaßnahmen.

Verpflichtungsermächtigungen: 14,94 Millionen Euro (Zusagen für Bauprojekte in künftigen Jahren).

Kassenkredite: Der Höchstbetrag zur kurzfristigen Liquiditätssicherung wurde auf 8,5 Millionen Euro festgesetzt.

Bei den Steuersätzen bleibt es vorerst stabil: Der Hebesatz für die Gewerbesteuer liegt bei 390 v. H., die Grundsteuer B (für Grundstücke) bei 555 v. H. und die Grundsteuer A (land- und forstwirtschaftliche Betriebe) bei 2.200 v. H.

Hausaufgabe aus Calw: Strategie zur Konsolidierung gesucht

Besonders aufhorchen ließ ein Beisatz im Schreiben der Rechtsaufsicht. Das Landratsamt stellte fest, dass der Haushalt weder im aktuellen Jahr noch in der mittelfristigen Finanzplanung ausgeglichen ist.

Die klare Forderung: Die Stadt Bad Wildbad ist aufgefordert, bereits in diesem Jahr eine Strategie zur Haushaltskonsolidierung zu entwickeln. Ziel ist es, für die kommenden Jahre wieder eine Perspektive für einen gesetzlich geforderten, ausgeglichenen Haushalt aufzubauen. Einfach ausgedrückt: Die Stadt muss Wege finden, um Ausgaben zu senken oder Einnahmen zu steigern.

Transparenz für die Bürger

Die Haushaltssatzung wurde bereits am 23. Februar auf der Homepage der Stadt veröffentlicht. Wer es genau wissen möchte, kann den kompletten Haushaltsplan mit allen Anlagen online unter www.bad-wildbad.de im Bereich „Ortsrecht / Finanzen“ einsehen. Das Dokument bleibt dort bis zur nächsten Wirtschaftsplansatzung verfügbar. (mm)

Erscheinung
exklusiv online
von Stadt Bad WildbadRedaktion NUSSBAUM
05.03.2026
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