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Haushaltsplan 2026 beschlossen – Investitionen auf Rekordniveau

In der Gemeinderatssitzung am 27. Februar 2026 wurde der Haushalt für das Jahr 2026 mit knapper Mehrheit beschlossen. Die Diskussion war intensiv und...

In der Gemeinderatssitzung am 27. Februar 2026 wurde der Haushalt für das Jahr 2026 mit knapper Mehrheit beschlossen. Die Diskussion war intensiv und konzentrierte sich auf die Entwicklung der Personalkosten. Details zur Beratung ersehen Sie auch im beiliegenden Bericht zur Gemeinderatssitzung. Der verabschiedete Haushaltsplan zeigt jedoch deutlich, dass 2026 vor allem ein Jahr großer Investitionen und wichtiger Zukunftsentscheidungen für unsere Gemeinde wird.

Der Ergebnishaushalt weist Erträge in Höhe von 17.605.500 € und Aufwendungen von 18.055.500 € aus. Daraus ergibt sich ein ordentliches Ergebnis von -450.000 €. Dieses Defizit verdeutlicht die weiterhin angespannte finanzielle Lage der Kommunen insgesamt. Im Vergleich mit den Enzkreisgemeinden haben wir jedoch ein moderates Defizit.

Zu den wichtigsten Einnahmequellen zählen der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer mit 5.311.000 €, die Schlüsselzuweisungen des Landes mit 3.078.000 €, die Gewerbesteuer mit 1.800.000 € sowie die Grundsteuer mit insgesamt 785.000 €. Die Hebesätze der Grundsteuer wurden für 2026 angepasst (Grundsteuer A von 400 v.H. auf 600 v.H., Grundsteuer B von 134 v.H. auf 150 v.H.), um die Einnahmesituation zu stabilisieren.

Auf der Ausgabenseite stellen die Personalkosten mit 6.009.000 € den größten Einzelposten dar. Hierzu wird die Verwaltung dem Gemeinderat ein Personalkonzept vorlegen. Weitere erhebliche Aufwendungen sind die Kreisumlage mit 3.408.000 €, die Finanzausgleichsumlage mit 2.119.000 €, Umlagen an Zweckverbände mit 1.186.000 € sowie Abschreibungen in Höhe von 2.023.000 €. Diese Positionen sind größtenteils gesetzlich vorgegeben oder systembedingt und lassen der Gemeinde nur begrenzten direkten Handlungsspielraum.

Trotz der angespannten Haushaltslage setzt die Gemeinde 2026 ein starkes Zeichen für die Zukunft: Mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 9,6 Mio. € wird kräftig in die Infrastruktur investiert. Zu den größten Projekten zählt die Sanierung der Gemmingenhalle mit 4,5 Mio. €. Zur Finanzierung dieser Maßnahme wird eine Kreditaufnahme von bis zu 3,2 Mio. € erforderlich sein. Darüber hinaus sind für die Erschließung des Gewerbegebiets Ost BA I 1,6 Mio. € sowie für Grundstücksankäufe im zweiten Bauabschnitt 900.000 € vorgesehen. Auch in die Sicherheit und Daseinsvorsorge wird investiert, unter anderem durch die Fahrzeugausstattung der Feuerwehr (506.000 €), Maßnahmen in der Wasserversorgung Mühlhausen mit dem Bau einer Filteranlage (500.000 €) und die Sanierung von Abwasserkanälen (300.000 €). Ergänzt werden diese durch die Sanierung des Bauhofgebäudes (220.000 €) und die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED (100.000 €). An der Vielzahl der unterschiedlichsten Investitionen wird sichtbar, wie breit unsere Gemeindeaufgaben gestreut sind und wir die vielfältige Gemeindeinfrastruktur sichern.

Neben den Investitionen wird das Thema Haushaltskonsolidierung auch im Jahr 2026 weiterhin eine große Rolle spielen. Die Gemeindeverwaltung arbeitet daran, Gebührenkalkulationen auf einen aktuellen und rechtssicheren Stand zu bringen sowie Ausgaben konsequent zu überprüfen und – wo möglich – zu reduzieren. Ziel bleibt es, die finanzielle Handlungsfähigkeit der Gemeinde langfristig zu sichern.

Der Haushalt 2026 zeigt damit zwei Seiten: eine herausfordernde finanzielle Gesamtsituation, aber zugleich ein klares Bekenntnis zu notwendigen und nachhaltigen Investitionen in die Zukunft unserer Gemeinde.

Eckdaten Haushalt 2026

Einwohnerzahl5.329 Einwohner
ErgebnishaushaltErträge: 17,6 Mio. €
Aufwendungen: 18,1 Mio. €
Ordentliches Ergebnis: –0,45 Mio. €
Neue Kreditaufnahme 2026bis zu 3,2 Mio. €
Schuldenstand01.01.2026: 1,9 Mio. €
31.12.2026: 4,9 Mio. €
Langfristige Geldanlage Beteilung bei der Netze BW1,7 Mio. €
Aufkommen Gewerbesteuer1,8 Mio. €
Größte Investitionen 2026

Sanierung Gemmingenhalle: 4,5 Mio. €
Erschließung Gewerbegebiet Ost BA I: 1,6 Mio. €

Grunderwerb Gewerbegebiet Ost BA II: 0,9 Mio. €

Erwerb von Feuerwehrfahrzeugen: 0,5 Mio. €

Filteranlage Wasserversorgung Mühlhausen: 0,5 Mio. €

Sanierung Abwasserkanäle: 0,3 Mio. €

Sanierung Bauhofgebäude: 0,22 Mio. €

Umstellung auf LED-Straßenbeleuchtung: 0,1 Mio. €

Erscheinung
Mitteilungsblatt Tiefenbronn
NUSSBAUM+
Ausgabe 12/2026
von Gemeinde Tiefenbronn
18.03.2026
Dieser Inhalt wurde von Nussbaum Medien weder erfasst noch geprüft. Bei Beschwerden oder Anmerkungen wenden Sie sich bitte an den zuvor genannten Erfasser.
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