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Haushaltsrede, Teil 5

5.) Kultur. Schriesheim steht zu seinen zahlreichen Vereinen. Sie sind das Herzstück unserer Gemeinschaft und ihre Aktivitäten tragen wesentlich zur...

5.) Kultur.

Schriesheim steht zu seinen zahlreichen Vereinen. Sie sind das Herzstück unserer Gemeinschaft und ihre Aktivitäten tragen wesentlich zur Lebensqualität in unserer Stadt bei. Exemplarisch wähle ich hier drei Beispiele für deren notwendige Sportstätten:

  • Die altgediente Mehrzweckhalle in der Kernstadt, die Finanzmittel in Höhe von über 110.000 € benötigt.
  • Altenbach für deren Sporthalle in Höhe von über 165.000 €.
  • Sind uns nur diese zwei Liegenschaften 18,40 Euro pro Kopf wert?
  • Unser Schwimmbad, das glücklicherweise durch einen Verein am Leben erhalten wird. Dafür gebührt den Mitgliedern des IEWS herzlichen Dank! Dennoch steht der Haushalt (neben einer Bürgschaft) mit über 230.000 € dafür gerade. Umgerechnet wäre das für jeden von uns 15,23 €, egal ob Schwimmer oder Nichtschwimmer.

Doch wo liegen Einsparpotentiale oder mögliche Mehreinnahmen?

Erst letzte Woche prämierten wir Erzeugnisse von Winzern im altehrwürdigen Zehntkeller. Für die Unterhaltung des Gewölbekellers fallen fast 35.000 € an, die im Bereich der Vermietung als Versammlungsstätte durchaus Mehreinnahmen generieren könnte.

Wie wichtig und sinnvoll Anpassungen sind, zeigt uns das Beispiel der Friedhofsgebühren, die einen Zahlungsmittelüberschuss in Höhe von über 200.000 € ausweisen.


Familien mit Kindern stehen heute unter einem immensen finanziellen Druck, ohne Frage! Oft empfinden betroffene Eltern Unrecht bezüglich des zu erstattenden Anteils der Betriebskosten des für ihren Nachwuchs zuständigen und besuchenden Kindergartens.

Verbände und Kirchen empfehlen eine Beteiligung der Eltern von 20 % an den Ausgaben für die Kindergärten.

Aber kann es sich ein angeschlagener Haushalt wie Schriesheim, trotz aller bekannten Unwägbarkeiten, leisten, den elternbedingten Anteil der Betriebskosten bei lediglich 18,3 % im Bereich der Kernstadt und in Altenbach nur bei 16,7 % zu belassen?

Zugegeben, die Umstände in Altenbach sind bekannt.

Im Falle der üblichen Umsetzung der vollen Beteiligung seitens der Eltern von 20 % könnten vorsichtig gerechnet Mehreinnahmen von 120.000 bis 150.000 € entstehen.

Ferner stellt sich die Frage:

Können wir es uns leisten, eine zentral gelegene, öffentliche Fläche Fahrzeuglenkern kostenfrei zur Verfügung zu stellen?

Ein weiterer Punkt zur Kostenreduzierung wäre der Zusammenschluss mit anderen Kommunen bei der Möglichkeit der Anschaffung von technischem Gerät oder Einsatzmitteln im Rahmen einer Sammelbestellung – ein Beispiel hierfür wäre die Feuerwehr.

Teil 6 – nächste Ausgabe

Hilmar Frey

Initiative Schriesheimer Bürger

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Mitteilungsblatt der Stadt Schriesheim
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Ausgabe 21/2026
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