Am 30. April wurde Thomas Keim, langjähriger Hausmeister in der städtischen Unterkunft in Ohmenhausen, vom Freundeskreis Flucht und Asyl in den Ruhestand verabschiedet. Seit dem Bezug der Unterkunft im Frühjahr 2019 war er für die beiden Gebäude in der Christian-Fauser-Straße 3 und 5 zuständig.
Wir lernten ihn über die Jahre als sehr engagierten Menschen kennen, der nicht nur seine Arbeit mit Hingabe erfüllte, sondern sich auch um die wohnlichen Belange der Bewohnerinnen und Bewohner der Unterkunft über das gewöhnliche Maß hinaus kümmerte. Dabei musste er oft auch erzieherisch tätig werden, um das friedliche Miteinander in der Hausgemeinschaft von Familien unterschiedlichster Herkunft und ihren jeweiligen Wertevorstellungen zu gewährleisten. Vor allem die Kinder hatten es ihm angetan, die ihn sehr leicht um den Finger wickeln konnten. Seine größte Schwäche sei seine Gutmütigkeit, offenbarte uns Thomas Keim beim gemeinsamen Kaffeetrinken zum Abschied. Das wiederum war das Glück der Kinder in der Unterkunft, die gerne bei ihm im Büro vorbeischauten oder ihn zu einer Runde Federball überredeten. Wie selbstverständlich gesellten sich zum Abschied auch gleich einige Kinder zu uns, was sicher nicht nur in der Hoffnung begründet war, etwas von dem Abschiedskuchen abzubekommen. Wir wünschen Herrn Keim alles Gute für seinen kommenden Ruhestand und hoffen, dass er uns hin und wieder einmal besuchen kommt.
Thomas Kurig

