Gute Pflege lebt von Verständnis und klarer Kommunikation. Mit dem Projekt „Heilen braucht Worte“ unterstützt der Klinikverbund Südwest (KVSW) Pflegekräfte in Anerkennung dabei, ihre Deutschkenntnisse gezielt im Berufsalltag zu verbessern und stärkt damit Qualität, Sicherheit und Teamgeist.
Im KVSW ist ein neues Sprachförderprojekt gestartet, das gezielt Pflegekräfte in Anerkennung im Arbeitsalltag unterstützt. An den Standorten Böblingen und Sindelfingen nehmen aktuell jeweils zehn Mitarbeitende an dem Programm teil.
In festen Lerngruppen entsteht dabei nicht nur ein geschützter Raum zum Lernen, sondern auch ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Gemeinsames Lernen fördert den Austausch, stärkt das Vertrauen und unterstützt die Integration in die Teams.
Das Projekt „Heilen braucht Worte“ basiert auf drei sich ergänzenden Bausteinen: Eine sprachfördernde Praxisbegleitung direkt im Arbeitsalltag setzt genau dort an, wo Sprache täglich gebraucht wird, im Kontakt mit Patientinnen und Patienten sowie im Team. Ergänzend dazu vermittelt ein gezielter Online-Sprachunterricht wichtige Inhalte für typische Anforderungen im Pflegealltag. Eine flexible Online-Lernplattform ermöglicht darüber hinaus selbstständiges Üben, unabhängig von Zeit und Ort.
Ein besonderes Highlight ist das wöchentliche Format „Blitzlicht Pflege“. In kompakten, praxisnahen Einheiten werden typische Situationen aus dem Pflegealltag aufgegriffen – von der Bedienung der Klingelanlage bis hin zu konkreten pflegerischen Handgriffen. Fachwissen und Sprache greifen hier eng ineinander und schaffen Sicherheit für den Berufsalltag.
„Sprache ist der Schlüssel zu guter Pflege – sie schafft Sicherheit, Vertrauen und Verbindung. Wir haben die Herausforderungen in der sprachlichen Weiterbildung unserer Mitarbeitenden in Anerkennung erkannt und nehmen diese Verantwortung ernst. Mit diesem Projekt setzen wir ein starkes Zeichen für berufliche Weiterentwicklung und eine qualitativ hochwertige Pflege. Wir gehen aktiv gegen die bestehenden Barrieren an und das nicht nur mit Worten, sondern mit einem konkreten, nachhaltigen Programm, das die Qualität der Pflege und das Arbeitsumfeld langfristig verbessert.“ sagen Anna Schaffert und Anja Marcinek, Ideengeberinnen des Projekts im KVSW.
Für die Teilnehmenden bringt das Projekt spürbare Vorteile: Mehr sprachliche Sicherheit stärkt das Selbstvertrauen, verbessert die Kommunikation im Team und mit Patientinnen und Patienten und eröffnet neue Perspektiven für die persönliche und berufliche Weiterentwicklung.
Damit leistet „Heilen braucht Worte“ einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Pflegequalität im KVSW und stärkt zugleich das Miteinander im Arbeitsalltag. Denn wo Sprache gelingt, entsteht Verbindung. Das Projekt wird gefördert vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg.


