Mit elf Teilnehmerinnen und Teilnehmern unternahm der Heimatverein kürzlich eine interessante Exkursion zur historischen Eremitage in Waghäusel. Dank des Engagements von Günter Oßfeld konnte die Führung kurzfristig organisiert werden.
Vor Ort wurde die Gruppe von Michael Zimmermann empfangen, der mit großer Fachkenntnis und Begeisterung durch die außergewöhnliche Schlossanlage führte.
Die Eremitage wurde ab 1724 unter Fürstbischof Damian Hugo von Schönborn erbaut und diente einst als Jagd- und Rückzugsort der Speyerer Fürstbischöfe. Mit ihrem sternförmigen Grundriss und dem markanten Zentralbau zählt sie bis heute zu den eindrucksvollsten barocken Bauwerken der Region.
Während der Führung erfuhren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer viel über die wechselvolle Geschichte der Anlage. Besonders interessant war auch die spätere Nutzung durch die Südwestdeutsche Zuckerfabrik beziehungsweise Südzucker. Über viele Jahrzehnte gehörte die Eremitage zum Werksgelände der Zuckerfabrik und wurde unter anderem als Verwaltungsgebäude genutzt. Trotz dieser langen industriellen Nutzung blieb der besondere Charakter des Schlosses erhalten und konnte in den vergangenen Jahren aufwendig restauriert werden.
Die Mitglieder des Heimatvereins zeigten sich beeindruckt von der gelungenen Verbindung aus barocker Architektur, regionaler Geschichte und Industriekultur. Viele anregende Gespräche und interessante Eindrücke machten die Exkursion zu einem gelungenen gemeinschaftlichen Erlebnis.
Den schönen Nachmittag ließ die Gruppe schließlich bei Kaffee und Kuchen im außergewöhnlichen Schlosscafé der Eremitage in Waghäusel in gemütlicher Runde ausklingen.


