Im Raum Karlsruhe sollen die Heizkosten 2026 um rund 15,5 Prozent steigen. Das teilte der Energiedienstleister Techem mit.
In der Heizkostenprognose für das kommende Jahr, heruntergebrochen auf einzelne Postleitzahlen, wird deutlich, dass bei allen Städten und Gemeinden, deren Postleitzahlen mit „76“ beginnen, die Preise fürs Heizen im Bundesvergleich massiv ansteigen werden – um rund 15,5 Prozent, wie aus einer Karte hervorgeht. Baden-Württemberg ist unter den Bundesländern generell am stärksten von steigenden Heizkosten betroffen: Verbraucherinnen und Verbraucher im Land müssen demnach im Schnitt mit einem Plus von 14,2 Prozent rechnen.
In der Stadt Karlsruhe dürften die Heizkosten im Jahr 2026 sogar um rund 21 Prozent steigen. Das ist der höchste Anstieg unter 52 ausgewerteten Städten in Deutschland, wie der Energiedienstleister Techem mitteilte.
Haupttreiber sei der gestiegene Heizenergieverbrauch, weil das Jahr 2025 im Schnitt kälter war als 2024, teilte Techem mit. Auch wenn die Preise für Gas und Strom leicht gefallen und Heizöl sogar um gut acht Prozent günstiger geworden seien, hätten Verbraucherinnen und Verbraucher aufgrund der tieferen Temperaturen öfter die Heizung genutzt.
Die Heizkosten waren im Raum Karlsruhe vergleichsweise gering mit rund 10 bis 12 Euro pro Quadratmeter. Ein zusätzlicher Grund für den hohen Anstieg könnte demnach sein, dass sich die Preise im Südwesten an denen in anderen Regionen anpassen.
Die Techem-Schätzung basiert nach eigenen Angaben auf Wetter- und Preisdaten. Es handelt sich um eine Prognose: Sie ist keine endgültige Abrechnung und begründet keine Rechtsansprüche.


