
Die „Galerie im Schloss“ hat ihr Jahresprogramm für 2026 vorgelegt und zeigt in sechs Ausstellungen erneut, wie vielschichtig, spannend und kontrastreich zeitgenössische Kunst sein kann. Den Anfang dieses abwechslungsreichen Ausstellungsjahres macht am 22. Januar Vlastimil Heinikel aus Büdingen.
Seine Werke fasst er zusammen unter dem Titel „Farbe als Medium des Ichs. Momente, Fragmente, Bewegung, Stille, Energie, Flow ….“. Aus eigener Erfahrung mit Depressionen weiß Vlastimil Heinikel, dass Bewegung, Körperarbeit und Malen – Bilder entstehen lassen – oft sehr helfen können, „auch anderen Menschen“, sagt er. Besucherinnen und Besucher können bis einschließlich 13. März nachspüren, was im Inneren beim Ansehen der Bilder passiert.
„Raum – Körper – Form“ nennt Barbara Friebe ihre Ausstellung, die vom 26. März bis 8. Mai zu sehen ist. Und es ist wahrlich eine ganz besondere: Die Künstlerin aus Bendorf arbeitet nämlich mit Papier, denn „kein anderer Werkstoff der Kunst ist so sinnlich, präsent und wandelbar, vergänglich und unendlich zugleich“. Zu sehen gibt es fragile Hüllen, zusammengefügte Formen, Schichten und Fragmente, gerollt – genäht – geklebt.
Vom 21. Mai bis 10. Juli widmet sich Andreea Dragoescu mit ihren Acrylgemälden unter dem Titel „Seelenlandschaften“ dem Thema „Zuhause“. Für die Heidelbergerin, selbst in verschiedenen Kulturen und Lebenswelten aufgewachsen, ist Zuhause kein fixer Ort, sondern ein Gefühl – manchmal klar, manchmal aufgewühlt, manchmal erst im Rückblick erkennbar. In ihrer Ausstellung versucht sie, genau diese Vielschichtigkeit sichtbar zu machen.
Fotografie in ihrer ganzen Vielfalt – unter diesem Motto entstehen beim Arbeitskreis Fotografie Hemsbach Werke mit ganz individuellem Charakter: in Schwarz-Weiß oder Farbe, aus unterschiedlichen Perspektiven, analog oder digital, als Originalbild oder als aufwändig bearbeitete Version. Hinzu kommt die Auswahl der Motive, die den subjektiven Blick der Fotografinnen und Fotografen auf die Dinge widerspiegeln. Unter dem Titel „Sichtweisen. 35 Jahre Arbeitskreis Fotografie Hemsbach“ präsentieren die Mitglieder eine Auswahl ihrer Fotografien, zu sehen vom 23. Juli bis 11. September.
Seit mehr als 15 Jahren geht Nata Statzner, Rheingauerin mit ukrainischen Wurzeln, konsequent ihren künstlerischen Weg. Ihre Malerei, die die Künstlerin als NeoMythArt bezeichnet, ist Energie der Farben, Rhythmus der Formen und die Tiefe jahrtausendealter Symbole und knüpft an die Tradition von Picasso, Kandinsky und Klee an. Ab 24. September zeigt sie unter dem Titel „Energie der Farben – Sprache der Symbole“ ihre Werke bis 13. November.
Zum Jahresabschluss wird ab dem 26. November in Zusammenarbeit mit der Initiative „Kunst und Diakonie“ Lützelsachsen und dem Pilgerhaus Weinheim die Ausstellungsreihe „Kunst inklusiv“ fortgesetzt. Diese Sonderausstellung wird bis zum 13. Januar 2027 eine repräsentative Auswahl von Kunstwerken zeigen, die beim 26. Kunstaktionstag im Frühjahr 2026 entstehen und direkt anschließend in einer offenen Werkschau im Hector Saal des Pilgerhauses präsentiert werden.
22. Januar – 13. März: Vlastimil Heinikel (Büdingen) – „Farbe als Medium des Ichs“
26. März – 8. Mai: Barbara Friebe (Bendorf) – „Raum – Körper – Form“
21. Mai – 10. Juli: Andreea Dragoescu (Heidelberg) – „Seelenlandschaften“
23. Juli – 11. September: Arbeitskreis Fotografie (Hemsbach) – „Sichtweisen. 35 Jahre AKF“
24. September – 13. November: Nata Statzner (Geisenheim) – „Energie der Farben – Sprache der Symbole“
26. November – 13. Januar 2027: Pilgerhaus/Diakonie (Weinheim) – „Kunst inklusiv“