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Fastnacht & Fasching

Heringsessen der SCG am Aschermittwoch

Carnevals-Ende in der Narrenstube Mit einem üppigen Fischbüfett und einem Hauch von Wehmut hat die Schwetzinger Carneval-Gesellschaft am Aschermittwoch...
Nach einigem Hin und Her eroberte sich die Erste Bürgermeisterin den Rathausschlüssel zurück.Foto: SCG

Carnevals-Ende in der Narrenstube

Mit einem üppigen Fischbüfett und einem Hauch von Wehmut hat die Schwetzinger Carneval-Gesellschaft am Aschermittwoch in der Narrenstube ihre närrische Saison verabschiedet.

Zahlreiche Gäste füllten den Saal, darunter Bürgermeisterin Lisa Schlüter und mehrere Mitglieder des Stadtrates sowie der Stadtverwaltung, die sich tapfer durch die letzten Heringe und die ersten Fastengedanken kämpften.
Die Anwesenheit der kommunalen Prominenz sorgte für anerkennendes Nicken im Saal. Schließlich ist es ein seltenes Bild, wenn sich die Stadtspitze freiwillig in die Nähe von Rollmops und Matjes begibt. Doch die Stimmung war herzlich und die Bürgermeisterin zeigte sich bestens gelaunt.

Zu Beginn wartete das berühmte Fischbüfett des Vereins, das keine Wünsche offen ließ: reichhaltig, abwechslungsreich und so lecker, dass selbst überzeugte Fleischesser schwach wurden. Zwischen Heringssalat, Brathering und Matjesfilet wurde angeregt diskutiert, gelacht und bereits ein wenig in die Zukunft geschaut.

Eröffnungsrede

Der 1. Vorsitzende Klaus-Peter Münch eröffnete sodann das kleine Programm mit einer Ansprache, die irgendwo zwischen Dankesrede und karnevalistischem Rückblick pendelte. Er würdigte die vielen Helferinnen und Helfer, die in den vergangenen Wochen Bühnen aufgebaut, Kostüme genäht, Veranstaltungen wie die Prunksitzung und die Baden-Pfalz-Meisterschaften mit über 3000 Teilnehmern und Besuchern auf die Beine gestellt und Nerven behalten hatten. „Ohne euch wäre der Karneval nur halb so bunt und doppelt so chaotisch“, merkte er augenzwinkernd an.

Feierliche Beerdigung der Fastnacht

Traditionell wurde es anschließend feierlich: Der Aschermittwochs-Pfarrer Peter Pfau hielt seine Rede zur symbolischen Beerdigung der Fasnacht. Mit einer Mischung aus Humor, Nachdenklichkeit und einem Hauch liturgischer Strenge erinnerte er daran, dass nach der Fastnacht und dem Frohsinn nun die Fastenzeit beginnt. Nach einem Defilee um den Sarg, in welchem die dahingeschiedene Fastnacht aufgebahrt war und von der die Elferräte Abschied nahmen, wuschen diese tränenreich ihre leeren Geldbeutel und hingen diese zum Trocknen auf.


Launig und auch mit hintergründigem Humor war die Rede von Lisa Schlüter, mit der sie um die Rückgabe des Rathausschlüssels bat, um endlich wieder ungehinderten Zugang zum Rathaus zu erhalten und ordentlich dort regieren zu können. Nur ungern und mit Zögern gab man ihrem Drängen nach, jedoch mit der eindringlichen Bitte, diesen Schlüssel mit äußerster Sorgfalt zu verwahren.

Zwei letzte Büttenreden

Bevor endgültig Schluss war, trat Brigitte Schardt ans Mikrofon und servierte zwei letzte Büttenreden. Pointiert und mit liebevollen Seitenhieben auf lokale Politik und Vereinsleben brachte sie das Publikum noch einmal zum Lachen. Manch einer hätte sich gewünscht, die Fasnacht möge doch noch ein paar Tage länger leben. (kpm)

1. Vorsitzender Klaus-Peter Münch (l.) mit Bürgermeisterin Lisa Schlüter bei ihrer Rede.Foto: SCG
Erscheinung
Schwetzinger Woche
Ausgabe 09/2026
von Schwetzinger Carneval-Gesellschaft e. V.Redaktion NUSSBAUM
23.02.2026
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