HSG Walzbachtal - SSC Karlsruhe 27:29 (15:13)
Die HSG Walzbachtal 2 lieferte dem Tabellenführer SSC Karlsruhe am Sonntagabend einen leidenschaftlichen Kampf, musste sich am Ende jedoch denkbar knapp mit 27:29 (15:13) geschlagen geben. Trotz der Niederlage zeigte die Mannschaft eine starke Leistung und war über die gesamte Spielzeit auf Augenhöhe – die Sensation lag bis in die Schlussminute in der Luft. Von Beginn an präsentierte sich die HSG hochkonzentriert und setzte den Favoriten mit druckvollem Angriffsspiel und einer stabilen Abwehr unter Druck. Es dauerte knappe vier Minuten, bis die HSG den ersten Treffer zum 1:1 durch Takacs erzielte, der mit 7 Toren Top-Torschütze der Gastgeber war. Die Anfangsphase war von einem ständigen Hin und Her geprägt, sodass es nach acht Minuten 4:4 stand. Beide Mannschaften stellten eine stabile Abwehr, doch immer wieder waren Lücken zu finden – auch für die HSG. Horn traf in der 12. Minute zur 5:4-Führung. Die Reserve der HSG schaffte es, die Führung bis zur 24. Minute zu halten, ehe der SSC zum 10:10 ausglich. Kurz darauf ging Karlsruhe erstmals wieder in Führung. Doch das Team von Coach Grether und Coach Rückert kämpfte sich zurück und ging mit einer verdienten 15:13-Führung in die Pause. Einen großen Anteil daran hatte auch Torhüter Wolf, der mit zahlreichen Paraden glänzte. Auch im zweiten Durchgang blieb Walzbachtal mutig und kämpferisch. Den ersten Treffer nach Wiederanpfiff erzielte der SSC per Siebenmeter, doch Takacs antwortete umgehend und stellte in der 36. Minute auf 16:14 für die HSG. In der 41. Minute glich Karlsruhe erneut aus (18:18), wenig später gingen die Gäste mit 18:19 in Führung. Doch Walzbachtal blieb dran und erzielte immer wieder den Ausgleich – in der 54. Minute stand es 24:24. Dann wurde es bitter für die HSG: Zwei Zeitstrafen in kurzer Folge nutzte der SSC konsequent aus und zog bis zur 57. Minute auf 24:27 davon. Doch Aufgeben war keine Option. Takacs verkürzte zu Beginn der 59. Minute auf 25:27, ehe Horn in der Schlussminute zum 26:28 traf. Fünfzehn Sekunden vor dem Ende brachte Krivokuca mit dem 27:28 die Halle noch einmal zum Beben. Der verdiente Ausgleich wollte jedoch nicht mehr fallen, stattdessen setzte der SSC mit dem letzten Treffer den Schlusspunkt zum 27:29-Endstand. Trotz der Niederlage kann die HSG stolz auf diese Leistung sein – ein Auftritt, der Mut für die kommenden Aufgaben macht und zeigt, dass man auch gegen Spitzenteams absolut konkurrenzfähig ist. Nun gilt es, den Schwung mitzunehmen und nach vorne zu blicken.
Es spielten: Wolf und Weinbrecht (beide im Tor), Takacs 7, Albrecht 4, Horn 4, Langbein 3, Schelker 2, Bertier 2, Herbst 2/1, Brecic 2, Krivokuca 1, Willimski, Fischer.