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Herren II: SV Sillenbuch II – FV Germania Degerloch II 14:1 (6:0)

Letzter Spieltag dieser Saison am 07.06.2026 Finaler Meisterschafts-Jubel nach Schützenfest Der Spaßfaktor für die Zweite des SV Sillenbuch...

Letzter Spieltag dieser Saison am 07.06.2026

Finaler Meisterschafts-Jubel nach Schützenfest

Der Spaßfaktor für die Zweite des SV Sillenbuch muss schon im Vorfeld groß gewesen sein, als im Team die Spielpositionen für das letzte Match dieser Saison gegen den FV Germania Degerloch ausgelost wurden. Trotz oder gerade wegen der dadurch entstandenen, ungewöhnlichen Aufstellung ist der Spaß auch in der Partie selber nicht zu kurz gekommen. Bereits im Hinspiel waren die Degerlocher, die sich längst schon fest im unteren Tabellendrittel eingenistet haben, weggeputzt worden. Doch das heutige Schützenfest stellte den damals beeindruckenden 8:0-Sieg weit in den Schatten.

Anfangs nahm sich die „verrückte“ SVS-Elf etwas Zeit, um sich zu akklimatisieren und aus den teilweise total ungewohnten Perspektiven ein wenig warm zu schießen. Dabei gestattete sie den Gästen keine einzige Annäherung an die Sphäre vom in den Kasten gelosten Jerry Nkamanyi, der ansonsten auf dem rechten Flügel wirbelt. Aber dann schlug der eigentliche Torhüter Luis Kaltapanidis in den Minuten 10 und 14 unbarmherzig zu. Mit einer Zweitverwertung zum 3:0 in der 27. Minute vollendete er schließlich seinen lupenreinen Hattrick, nachdem die von David Milicevic abgefeuerte Granate das Aluminium kurios ringsum abgeklopft hatte. Obwohl die Hausherren ihre Gäste, die in den ersten 45 Minuten insgesamt nur siebenmal in die Reichweite des Sillenbucher Strafraums gelangten, jederzeit nach Belieben ausspielten, belohnten sie sich erst wieder gegen Ende des ersten Durchgangs, indem Lasse Schuler (39.), David Milicevic (42.) und Emil Malzer (45. + 1) auf den komfortablen 6:0-Pausenstand erhöhten.

Bald nach dem Wiederanpfiff wurde SVS-Keeper Jerry Nkamanyi mit der ersten und für ihn einzigen wirklich kniffligen Aufgabe konfrontiert. Die Eins-gegen-Eins-Situation meisterte er allerdings ausgesprochen stark. Nach diesem kurzen Aufflammen blieb alles beim Alten und die Germania durfte, weiterhin kaum einen Stich machen. Nachdem Captain Fabi Di Cerbo infolge seines sehenswerten Vorstoßes den gegnerischen Schlussmann gehörig verladen und Luis Kaltapanidis seinen heutigen vierten Treffer zum 7:0 (51.) lässig eingeschoben hatte, brach die Zeit der Joker an. So nutzte Ahmad Bakr in der 56. Minute die freie Bahn fürs erfreuliche 8:0 und Kaya Yildirim tütete einen Steilpass easy zum 9:0 (69.) ein. Drei Minuten später kehrte der zuvor ausgewechselte Jerry Nkamanyi aufs Feld auf seine angestammte Position zurück. Er kam für Alex Schäfer, zu dessen Abgang alle Spieler – inklusive Gegner – ein Spalier bildeten, um ihn nach seiner langjährigen SVS-Laufbahn gebührend zu verabschieden. Auch im Anschluss daran wäre für die Sillenbucher, neben dem Abseitstor von David Milicevic in der 75. Minute, nach wie vor der eine oder andere gültige Treffer mehr drin gewesen. Doch zunächst ließen sie den Gästen für deren 9:1-Ehrentor (77.) den Vortritt. Jetzt griff auch Trainer Necmi Keskin zum allerletzten Mal ins aktive Geschehen ein. Dafür verließ Sven Knapp den Platz, der als heutiger Stürmer zwischendurch zwar den Pfosten getroffen hatte, aber die von außen lautstark gestellten Forderungen nach einem Zähler leider nicht erfüllen konnte. Alle bemühten sich nun intensiv darum, Necmi Keskin zum Abschied jenen einen gewinnbringenden Pass zuzuschustern, bis er in der 83. Minute den genauso wunderbaren wie präzisen Service von Jerry Nkamanyi aus glockenfreier Position tatsächlich ins reichlich umjubelte 10:1 ummünzte. Jedoch schienen die Hausherren damit noch immer nicht genug zu haben. Denn fortwährend bombardierten sie weiter das gegnerische Gehäuse. Konnte der Torwart zunächst noch mehrere Einschläge verhindern, hatte er keine Chance mehr, als Jerry Nkamanyi mit seinem Doppelcoup (88. und 89.) sowie Ahmad Bakr (90. + 2) und Konni Trölitzsch (90. + 3) zum Endspurt aufbliesen. Unterm Strich haben zu diesem hochverdienten 14:1-Erfolg somit insgesamt neun verschiedene Torschützen beigetragen.

Das erklärte Ziel, diese Saison ohne eine einzige Niederlage zu beenden, wurde also mit Bravour erreicht. Bei einem Punkte-Endstand von 72 wurden letztendlich durch drei Unentschieden lediglich 6 Pünktchen eingebüßt. Zu Buche stehen außerdem sage und schreibe 112:21 (!) Tore, demnach wurde selbst mit der atemberaubenden Tordifferenz von 91 ebenfalls beinahe noch die 100er-Marke geknackt.

Als der Zweiten vor drei Jahren erstmals in der Vereinsgeschichte der Aufstieg in die Kreisliga A gelungen war, hatte sie sich mühsam durch die Relegation kämpfen müssen. Im zweiten Jahr konnte sie die Klasse bedauerlicherweise nicht halten, kehrt nun aber auf imposante Weise umgehend zurück. Und diesmal mit dem nächsten historischen Erfolgserlebnis als direkter Aufsteiger, der nicht nur die vorgenannten Zahlen, sondern zudem beachtliche 12 Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten vorzuweisen hat. Chapeau!

SHF

Für den SVS II spielten:

Jerry Nkamanyi (2) / 62. Mats Endress – Fabio Di Cerbo, Konstantin Trölitzsch (1), Mehmet Özdas, Lasse Schuler (1) – Justus Mikuletz / 52. Medkaya Yildirim (1), David Milicevic (1), Emil Malzer (1) / 65. Leotrim Tafili, Alexander Schäfer – Luis Kaltapanidis (4) / 52. Ahmad Bakr (2), Sven Knapp / 77. Necmi Keskin (1)

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