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Hinweis auf Ausstellung

„VINZENZ ROSE – EINER VON UNS?!“ in der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, Keplerstr. 87, 2. Stock noch bis 30. Januar 2026 Organisiert...
Veranstaltungsplakate hängen an einer Wand

„VINZENZ ROSE – EINER VON UNS?!“

in der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, Keplerstr. 87, 2. Stock

noch bis 30. Januar 2026

Organisiert wurde die Ausstellung von der PH-Abteilung Geschichte, unterstützt von der Arbeitsstelle Antiziganismusprävention.

Erinnert wird an Vinzenz Rose, Initiator der Sinti-Roma-Bürgerrechtsbewegung in Deutschland, an sein Schicksal als Verfolgter der Sinti- und Roma-Minderheit, als Gefangener in Auschwitz, im KZ Natzweiler und im Außenlager Neckarelz. 1944 ist ihm mit Hilfe seines Bruders Oskar die Flucht aus Neckarelz gelungen. Die Ausstellungsfahnen öffnen „Fenster“ zur Verfolgungsgeschichte der Sinti und Roma auf nationaler Ebene, die mit lokalen und regionalen Geschehnissen in einen Kontext gestellt werden.

Lehrer und Schüler:innen berichten von ihrem Projekt in der Arbeit der Geschichts-AG der Realschule Obrigheim, für das sie viel öffentliche Anerkennung erhalten haben, es ist ein beispielhaftes Projekt für politische Bildung von und mit Jugendlichen. 2024 lehnte der Gemeinderat von Obrigheim jedoch nahezu einstimmig die Umbenennung der Realschule in „Vinzenz-Rose-Schule“ ab.

Zur Eröffnung Mitte Dezember dankte die PH-Rektorin, Frau Karin Vach, den Schüler:innen der Realschule Obrigheim und ihrem Lehrer Bernhard Edin für diese bewegende Ausstellung und dafür, dass sie damit „die Menschenrechtsbildung und Demokratiebildung fördern“. Sie sei „froh, dass wir mit der Ausstellung auf die Lebensgeschichte von Vinzenz Rose, auf sein Leid als Verfolgter, aber auch auf sein unermüdliches Engagement und seinen Mut als Verfolgter als Bürgerrechtler aufmerksam machen können“. Darüber hinaus wolle die PH hinweisen „auf die gegenwärtige Situation diskriminierter, verfolgter, ausgegrenzter und marginalisierter Personen und Gruppen“. Die Pädagogische Hochschule habe „eine große gesellschaftliche Verantwortung, weil unsere Absolvent:innen als Multiplikator:innen in Kitas, Schulen und Bildungseinrichtungen tätig sind und damit die nächste Generation begleiten, vorbereiten und teilhaben lassen an einer freiheitlich-demokratischen, menschenfreundlichen und diskriminierungsfreien Gesellschaft“.

Am 14. Mai 2025 hatten die Schüler:innen mit ihrem Lehrer auf Einladung der Initiative Stolpersteine Dossenheim bereits Gelegenheit, in der Museumsscheuer über ihr Projekt zu berichten. Nun bietet sich ortsnah zusätzlich die Möglichkeit zur Ausstellungsbesichtigung. Vor allem junge Menschen sollten sich informieren.

Rainer Loos

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Ausgabe 02/2026
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