
Passend zur bevorstehenden Weihnachtszeit hat unser Lesepate Heiko Fabian einen Klassiker der DDR-Kinderbuchliteratur mitgebracht: Die Geschichte von Hirsch Heinrich.
Um das schöne Tier in der Vorstellung für alle „sichtbar“ zu machen, mussten ihn die kleinen Besucher zuerst mit gemeinsamem Rufen aus dem Wald locken. Es brauchte mehrere Anläufe, bis die Lautstärke stimmte und Heinrich es hörte, dann konnte die Geschichte endlich losgehen:
Einst lebte Hirsch Heinrich in in einem dichten Wald in China und konnte traben wohin er wollte. Doch das ist lange her, denn er war von seinem geliebten Wald in einen großen Tierpark geschickt worden. Erst fuhr er mit der Eisenbahn, dann mit dem Schiff, bis er schließlich in seinem neuen Zuhause, im Zoo, ankam. So schön wie im Wald ist es dort nicht, aber dank der vielen Kinder, die ihn jeden Tag besuchen, fühlt er sich bald wohl.
Dann kommt der Herbst und danach der Winter. Hirsch Heinrich weiß nicht, was Weihnachten ist und dass es daran liegt, dass immer weniger Besucher kommen. Er steht in seinem Gatter und mit jedem Tag wird er unglücklicher, so sehr vermisst er die fröhlichen Stimmen der Kinder. Schließlich fasst er einen Entschluss und springt mit einem Satz über das Gatter. Er will zurück nach China, aber das ist gar nicht so einfach, wie er sich das vorgestellt hat. Und wie so oft kommt es anders als man denkt, so dass Heinrich am Ende freiwillig in den winterlichen Zoo zurückkehrt.
In dieser schönen Weihnachtsstimmung ging es danach zum Basteln in den Bürgersaal. Eva Walter hatte einen Kerzenständer zum Ausschneiden und Verzieren vorbereitet, den die Kinder zum bevorstehenden 1. Advent mit nach Hause nehmen durften.
Die Geschichte von Hirsch Heinrich stammt übrigens aus dem Buch „Erzähl mir vom kleinen Angsthasen“ und kann in der Bücherwelt ausgeliehen werden.